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Windeln, die zweite.

Baby, das gerade sauber gemacht wird (Bildquelle: Fotolia.de)

Windeln sind ein unglaublich wichtiges und kostenrelevantes Thema. Wenn Sie zum ersten Mal schwanger sind, ist jetzt eine gute Gelegenheit, sich damit zu beschäftigen – und den Babypopo sauber und wundfrei zu halten, ist noch mal ein weiteres damit verbundenes Thema. Ich erinnere mich noch sehr gut an unseren ersten Besuch beim Arzt, der auch Kinder behandelte – ein Antroposophischer Arzt nebenbei bemerkt. Oh, und nein, weder meine Frau noch ich sind Anthroposophen. Wir waren auf Grund von Empfehlung bei diesem Arzt gelandet. Der sagte uns, die beste und billigste Art, den kleinen Hintern zart und sanft zu erhalten, sei der Einsatz von Vaseline. Tatsächlich war unser Junge nur zwei mal wund – beide Male, als wir etwas anderes als Vaseline benutzten. Es fiel uns danach sehr sehr leicht, bei dieser einfachen Salbe zu bleiben …

Ich freue mich sehr, heute einen kleinen Gastbeitrag in Sachen Windeln von Dr. Julia Mannherz einstellen zu können, den sie mir freundlicherweise überlassen hat.

Dr. Mannherz ist Zahnärztin, verheiratet, Mutter dreier Kinder und sehr aktiv in Sachen HypnoBirthing.

Hier erst mal die Erfahrungen von Dr. Mannherz:

Plädoyer für die Stoffwindel- ein Erfahrungsbericht

Ich bin Jahrgang 1973, meine Mutter war also gesegnet mit der revolutionär-modernen Pampers und befreit vom komplizierten Verschnüren und ewigen Auswaschen der Vorgänger-Generationen. Aber die heutigen Stoffwindel-Systeme sind mit den damaligen kaum vergleichbar und sehr viel besser als ihr Ruf!

Mit meiner ersten Tochter bestritt ich -pampersgewickelt- den üblichen Kampf gegen wunde Popos, zu denen man nur lesen kann: „Trösten Sie sich, das kommt bei jedem Kind mal vor.“ Als meine zweite Tochter im Alter von vier Wochen im Hochsommer bereits den ersten Pilz am Po entwickelte, bin ich auf Stoffwindeln umgestiegen. Seitdem hatte ich keinerlei Probleme mehr mit blutig-offenen Hautstellen und schmerzverzerrten Babygesichtern. Auch mein drittes Kind wird -trotz herber Kritik aus der Umgebung und nicht enden wollendem Unverständnis v.a. von Seiten meiner Mutter- mit Stoffwindeln versorgt.

Mit praktischem Druckknopf-System sind sie einfach zu handhaben. Zu beachten ist nur, dass die Überhose dicht verschlossen am Baby anliegt. Pampers tendieren übrigens auch zum Überlaufen, aber die vollgesaugten Plastikanteile stinken ganz widerlich nach Ammoniak. Seit vier Jahren sind meine 20 Stoffwindeln nun im Dauereinsatz, und für die einmalige Investition von ca. 300,- Euro konnte ich bis heute keine Materialmängel feststellen. Meine Waschmaschine läuft Sonntags und Montags sowieso, und für die Stoffwindeln lasse ich sie Donnerstags einmal zusätzlich laufen. Wenn ich ahne, dass eine „große Ladung“ ansteht, lege ich das Wegwerf-Vlies doppelt ein. Ansonsten bin ich eher faul geworden, Wundcreme benutze ich so gut wie nie und wickle meist nur viermal am Tag. Ich habe einfach ein besseres Gefühl, mein Kind nicht in Plastik einzuwickeln- und das wird durch die gesunde, zartrosa Babyhaut bestätigt. Der ökologische und finanzielle Aspekt sind weitere positive Nebeneffekte.

Lassen Sie sich die Vorteile einer Pampers-Alternative durch den Kopf gehen. Meine Mutter werde ich nicht mehr überzeugen. Aber Ihr Kind wird es Ihnen danken.

Dr. Julia Mannherz

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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