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Ponder Point

Bei aller Fröhlichkeit in der Faschingszeit - stecken Sie nicht den Kopf in den Sand!

Bei aller Fröhlichkeit in der Faschingszeit - stecken Sie nicht den Kopf in den Sand!

Hach, isses nicht toll, wie alle Narren und Jecken superfröhlich, launig schunkelnd und bierselig Friede, Freude und Eierkuchen verkünden?

Ok, da dachte ich, ich muss nicht auch noch in die fröhliche Kerbe rein – machen wir doch mal ein Kontrastprogramm, machen wir einen Ponder-Point, wie es im englischen heißt. Ich weiß gar nicht, ob sich das glatt übersetzen lässt – ein Ponder Point ist ein Punkt, über den man nachdenken sollte …

Ich gehe mal davon aus, dass Sie schwanger sind. Schwanger und berufstätig. Und ich vermute mal, dass Sie nach der Geburt und einiger (Eltern-)Zeit wieder zurück zu Ihrer Arbeit wollen … oder müssen?

Gut. Dann habe ich mal eine Frage: Lieben Sie Ihre Arbeit? Wenn nicht, dann hier der Ponder Point:


Wenn Ihre Arbeit Sie langweilt, oder gar ankotzt, oder wenn Sie innerlich längst gekündigt haben weil Ihr Chef, oder Ihre Kollegen, oder das Betriebsklima nervtötend ist, was wird sich durch die Geburt Ihres Kindes verändern? Ich sage es Ihnen: Der Weg zur Arbeit wird Ihnen noch schwerer fallen, denn dann finden Sie nicht nur die gleichen (wenn nicht gar schlimmeren Bedingungen) vor, Sie sind dann auch noch von Ihrem Baby getrennt. Ihr Baby wird die Situation verschlimmern – glauben Sie nicht auch?

Bei den meisten Frauen stellt sich die Frage gar nicht, ob Sie nach der Geburt (früher oder später) wieder arbeiten gehen wollen: Sie müssen! Sie sind entweder alleinerziehend oder das Einkommen des Mannes reicht einfach nicht, also müssen sie arbeiten gehen. Kein Elterngeld der Welt wird das ändern. Ist es da nicht gut, sich jetzt schon mal wirklich Gedanken darüber zu machen?

Jetzt aktuell ist gerade Faschings-Hoch-Zeit – und die Neigung ist groß, sich ins Vergnügen zu stürzen, um solch trüben Gedanken zu verdrängen. Aber egal wieviel Spaß Sie heute oder morgen nacht haben werden – sicher ohne Alkohol – Ihre Situation wird sich nur dann ändern, wenn Sie Ihre Einstellung ändern. Und gerade jetzt wäre es doch so gut, ein offenes Herz und saugute Laune zu haben …

Stellen Sie sich dieser Frage! Vielleicht kommen Sie schon schnell auf Ideen, wie Sie Ihre Haltung zu Ihrem Arbeitsplatz verändern können – vielleicht ist alles gar nicht so doof, wenn man es nur aus einem anderen Blickwinkel betrachtet? Vielleicht lässt sich innerhalb der Firma ein anderer, besserer Arbeitsplatz finden? Wenn Sie schwanger sind, wird eine Bewerbung bei einer anderen Firma eher nicht funktionieren – aber sprechen Sie mal beim Arbeitsamt vor und fragen jetzt schon nach Alternativen für die Zeit nach der Geburt? Nach Fortbildungsmöglichkeiten?

Sie werden sicher schnell bemerken, dass sich vieles ändern lässt, wenn Sie es anpacken – vor allem frühzeitig. Stecken Sie nicht den Kopf in den Sand, sondern gehen Sie offensiv an die Sache dran. Nur Mut 🙂

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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