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Reden Sie mit Ihrem Baby im Bauch. Erzählen Sie ihm/ihr alles, was sie bedrückt, was Ihnen Sorgen macht! Nur zu!

Reden Sie mit Ihrem Baby im Bauch. Erzählen Sie ihm/ihr alles, was sie bedrückt, was Ihnen Sorgen macht! Nur zu!

Es gibt Tage, da will einem einfach gar nichts gelingen und es gibt Zeiten, da kann der Horizont düster werden wie die Nacht. Sie kennen das?

Gerade während der Schwangerschaft sind Frauen viel durchlässiger für Empfindungen von innen. Und damit wohl auch das, was man dünnhäutig nennt. Dazu kommt, dass wir uns gesellschaftlich viel schneller entwickelt haben als emotional. Wenn vor fünfzig Jahren eine Frau schwanger war, war sie in der Regel auch verheiratet – und die Chance geschieden zu werden, war relativ gering. Das ist heute eher umgekehrt. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Ehe geschieden wird, liegt bei 2:1. In Großstädten reicht die Scheidungsrate schon über die 65% Schwelle. Und wer heute schwanger wird, ohne verheiratet zu sein, überrascht auch kaum noch jemanden. Aber gefühlsmäßig sind wir als einzelne Wesen längst noch nicht so weit, das alles integriert zu haben.

Worauf ich hinaus will, ist, dass es viele viele Einzelheiten gibt und geben kann, die Sie während Ihrer Schwangerschaft gefühlsmäßig aus der Bahn werfen können – und ich nehme jetzt mal ausdrücklich die Hormone aus. Wo also holen Sie sich Hilfe her, wenn Sie sie so dringend benötigen?

Erlauben Sie mir, einen Vorschlag zu machen: Reden Sie mit Ihrem Baby im Bauch. Viel! Erzählen Sie ihr/ihm alles, was Sie bedrückt, besorgt, ängstigt. Tun Sie’s einfach! Wenn Sie Mittagspause haben, schnappen Sie sich Ihr Pausenbrot, gehen Sie raus und machen einen kleinen Spaziergang. Wenn Sie Stress im Büro haben, dann ist das eine gute Gelegenheit, Ihr Baby an Ihren Sorgen Anteil nehmen zu lassen.

Sie meinen, das sei unfair? Ein so kleines, nicht mal geborenes Kindchen mit soviel Kram zu belasten? Wieso? Es ist jetzt noch zum größten Teil dort, wo Sie vor Ihrer Geburt auch waren! Wenn Sie das mal ganz aufmerksam und bewusst praktizieren, werden Sie feststellen, dass Ihnen Ihr Baby antwortet! Sie werden feststellen, dass Sie keine Selbstgespräche führen, sondern richtige Konversationen. Und dass die Ideen und Antworten selten von schlechten Eltern sind.

Sicher, die Antworten von innen kommen mit Ihrer Stimme, klar, das Baby in ihrem Bauch hat ja noch keine eigene. Aber Antworten kommen. Sie müssen mir das nicht glauben. Wenn Sie nur ein bisschen aufmerksam sind, werden Sie  aber feststellen, dass Sie sowieso mit ihrem Ungeborenen sprechen – ganz von selbst, ohne groß darüber nachzudenken. Der Vorteil in einer bewussten Konversation mit Ihrem Ungeborenen liegt, wie schon gesagt, darin, dass es jetzt noch zum größten Teil da ist, wo Sie vor Ihrer Geburt auch waren – dort, wo man einen anderen Blickwinkel auf die Dinge des Lebens hat.

Bei einem meiner Interviews erzählte mir eine Bekannte folgendes Erlebnis: Ihr war aufgefallen, dass Sie ganz viel und ganz intensive Gespräche mit ihrem Baby führte – so intensiv, dass sie manchmal den Eindruck hatte, abgehoben zu sein.

„Die Antworten, die ich bekam, waren manchmal so klar und so interessant, dass sie unmöglich von mir selbst sein konnten,” sagte Sie, „ich selbst wäre auf solche Ideen gar nie gekommen.”

Wie auch immer, sie beschlich ein sehr merkwürdiges Gefühl, denn sie konnte und sie wollte sich nicht vorstellen, dass diese Gespräche real, also echt, waren. Irgendwann nahm sie ihren ganzen Mut zusammen und fragte.

„Das war schon ein völlig durchgeknalltes Gefühl – als ob eine Irre sich selbst fragt, ob sie irre sei … aber egal, ich fragte laut und deutlich: Rede ich jetzt mir mir selbst oder bist du das in meinem Bauch?”

Wie selbstverständlich kam die Antwort, dass es sich um eine wirkliche, reale Konversation handele. Kurzum, sie verlangte irgendein Zeichen für die Zeit nach der Geburt, das ihr bestätigen konnte, dass diese Konversation wirklich stattgefunden hatte. Und das Baby sagte:

„Wenn ich geboren sein werden, werde ich ein Muttermal an der rechten Ferse haben …”

Noch heute erzählen sich die Hebammen in der Klinik, in der sie ihr Kind zur Welt gebracht hatte, die Geschichte von einer wirklich merkwürdigen Frau, die als allererstes, nach dem das Baby geboren war, gefragt hatte, ob es ein Muttermal an der rechten Ferse habe. Sie wollte nicht wissen, ob es ein Junge oder ein Mädchen war – sie wollte wissen, ob es dort ein Muttermal gab.

Ich nehme an, Sie ahnen schon, dass es dieses Muttermal hatte … es hatte … 🙂

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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