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Zwanzig Dosen Thunfisch?

Ist der Genuss von Thunfisch in Dosen wirklich so saugefährlich?

Ist der Genuss von Thunfisch in Dosen wirklich so saugefährlich?

Oh, wow, da bin ich ja mächtig gescheitert! Ich hab gerade an einem Test teilgenommen, was man in der Schwangerschaft alles unbedenklich essen kann und was nicht. Wie gesagt, ich lag ziemlich daneben.

Gut, dass man Rohmilchkäse eher liegen lässt um den bösen Jungs von der Listeria-Straße aus’m Weg zu gehen, das wusste ich vorher, aber das man keine Leberterrine essen soll hat mich dann doch überrascht. Ich meine, wer isst schon rohe Leber (von Hannibal Lector einmal abgesehen)? Und wenn die gar ist, ist doch gut – hab ich jedenfalls gedacht – und die Leber in einer Leberterrine ist gar. Aber nee aber nee, sagt gofemininTest und schreibt:

Das in der Leber enthaltene Vitamin-A kann – in zu hoher Dosis – beim Fötus ungesunde Nebenwirkungen auslösen.

Also, da hab ich mich dann doch zum ersten mal am Kopf gekratzt- Was soll das heißen: In sehr hohen Dosen? Wieviel Terrine darf frau dann essen? Ein halbes Gäbelchen? Oder wird es kritisch, wenn sie sich ins kalte Buffet fallen lässen und wild nach sämtlicher Terrinne greift, derer sie habhaft werden kann, um sie sich dann in einem wahren Blutrausch in den Mund zu stopfen? Was soll das sein: in sehr hohen Dosen? Mir gehen solche Tests ziemlich auf den Geist! Aber kommt gleich noch viel besser! Auf die Frage, ob ich denn meinen geliebten Krabbencocktail weiterhin essen darf, heißt es:

Frauenarzt Dr. Rozan rät davon ab: „Meeresfrüchte können mit krankheitserregenden Bakterien oder Viren kontaminiert sein.“

Unser Tipp:
Meeresfrüchte aus der Tiefkühltruhe oder aus der Konserve können ohne Risiko verzehrt werden, wenn sie gegart sind und wenn eine einwandfreie Kühlung/Konservierung gegeben ist. Überbackene Krabben sind also erlaubt.

Häh? Also wer käme denn auf die Idee rohe und ungekochte Meeresfrüchte und Krabben zu essen? Mal ganz davon abgesehen, dass es vor allem rohe Krabben gar nicht zu kaufen gibt – die werden meist schon auf See auf’m Schiff gekocht und wenn nicht, dann kommen die vom Schiff direkt in die Krabbenküchen und werden dort gekocht, bevor sie kaputt gehen. Ich hätte jetzt verstanden, wenn man vom Verzehr von Sushi abrät, weil der tatsächlich rohen Fisch enthält oder enthalten kann, aber Krabbencocktail? Gütiger Himmel, wie sehr ich Idiotentests leiden kann!

Gut, wir halten dann mal fest: Meeresfrüchte aus der Dose sind da also ok. Gut, dann können wir uns wenigstens Thunfisch aus der Dose gönnen! Auch ned? Nein? Nein!

Dr. Rozan erklärt worin bei Thunfisch die Gefahr besteht:
„Sehr hoher Thunfischkonsum kann aufgrund der hohen Quecksilberbelastung in gewissen Ländern giftig sein.“

Da bin ich dann doch ein bissel fassungslos! Was is’n jetzt des? Sehr hoher Thunfischkonsum? Wieviele Dosen Thunfisch essen denn die meisten Schwangeren? 20? Ich hatte von Heißhungerattacken gehört und Kombinationen wie saure Gurken und Vanilleeis, aber von einem Thunfischrausch? Wikipedia berichtet dazu folgendes:

Die US-Regierung warnte im Dezember 2003 vor dem Genuss von zu viel Thunfisch über Wochen, womit vor allem Schwangere und Kinder auf die Gefahr durch Anreicherungen von Quecksilber im Thunfisch – wie bei manchen anderen Fischarten auch – hingewiesen werden sollen, die aber in den letzten 16 Jahren, wie Untersuchungen an Thunfischkonserven zeigen, nicht zugenommen hat. Auch findet man wegen des geringeren Verdünnungspotentials für eingebrachte Schadstoffe bei Fischen aus Binnengewässern deutlich höhere Belastungen als bei Seefischen.

Nochmal in Worten: „vor dem Genuss von zu viel Thunfisch über Wochen” … Gott, und ich dachte schon, ich hätte überhaupt keine Ahnung!

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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