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OrgasmicBirth – Sexualität und Ekstase

Die DVD "OrgasmicBirth" ist erhältlich bei Doulas in Deutschland e.V.

Die DVD "OrgasmicBirth" ist erhältlich bei Doulas in Deutschland e.V.

„In dem Dorf in dem ich lebe, habe ich unter 150 Frauen eine Umfrage gemacht, von denen manche ihr Kind in der Klinik und andere ihr Kind zu Hause bekommen haben. Ich erwartete sechs oder sieben Fälle – tatsächlich aber waren es 21% der Frauen, die irgendwann im Verlauf der Geburt einen Orgasmus hatten.” (Ina May Gaskin)

Dieser Aspekt der Geburt, gebe ich gerne zu, hat mich anfangs am meisten überrascht. Andererseits, wenn man eine Weile darüber nachdenkt: Das ist gar nicht abwegig! Viel mehr ist es sehr plausibel!

Was OrgasmicBirth sehr anschaulich vermittelt ist das Spiel der Hormone, die im Wesentlichen die ganze Geburt steuern – so man sie denn lässt.

Während der Geburt,” so Dr. Sarah Buckley im Film, „erreichen die Hormone im Körper Spitzenwerte. Nicht nur dass Endorphine beteiligt sind, sondern auch Oxytocin, das man auch unter dem Namen Liebeshormon kennt.”

Wenn man darüber hinaus bedenkt, dass sich das Geburtsgeschehen physisch auf der gleichen Bahn abspielt wie der Liebesakt, dann ist es gar nicht mehr so abwegig, sich vorzustellen, dass die Geburt tatsächlich etwas Sexuelles ist, auch wenn diese Idee noch nicht in unserer (Denk-)Kultur angekommen ist.

Dr. Marsden Wagner: „Es muss sicher sein, geborgen und ungestört – so als wolle man intim werden – genau so muss es sein, wenn man eine ekstatische Geburt haben will, weil Geburt etwas Sexuelles ist.“

Im Film werden die Geburtserlebnisse mehrerer Paare gezeigt. Alex und John, zum Beispiel, erlebten diesen Aspekt der Geburt so:

John:

„Am Ende fand ich einen Ort, wo sie mich wirklich brauchte. Sie lehnte sich an mich und ihre Kopf war bei mir. Sie schwitzte, so als würden wir uns gerade lieben. Niemand dachte an etwas … einfach nur bewegen … das fühlte sich sogar erotisch an.”

Und Alex:

„Ich war viel bei John und hielt mich an ihm fest. Dort zu sein war, als ob wir miteinander verschmolzen und aus diesem Verschmelzen heraus wurde unsere Tochter geboren und das war sehr befriedigend. Körperlich gesehen war das Pressen beinahe ein Genuss …”

Die Geburt ist also etwas Sexuelles, etwas, das zum Wesen einer Frau gehört. Vielleicht übersieht man diesen Gedanken deshalb so leicht, weil man mit diesem Wort eher eine sexuelle Handlung verbindet, die im Bett zwischen zwei Menschen stattfindet und erst neun Monate später zu einer Geburt führt. Aber hat man diesen Gedanken einmal angenommen, dann leuchtet auch ein, wie wichtig die Gegenwart des Partners ist, der nicht nur die Aufgabe hat, seiner hilflos leidenden Frau beim Leiden zuzuschauen und dabei Spitzenfotos zu schießen, sondern mit ihr zusammen zu sein, ihr nahe zu sein, oder, wie in einem vorangegangenen Teil schon erwähnt, „um sich ganz viel zu küssen – und vielleicht sogar die anderen für einen Moment lang vor die Tür zu schicken …

Die Geburt ist also eine Zeit höchster Intimität, in der die Frau in ihrer eigenen Zeit und ihrem eigenen Rythmus ihr Kind bekommt. Kein hartes Neonlicht, noch viel weniger Blitzlicht von der Digitalkamera, keine Störung. Dafür aber Hingabe, Vertrauen und Intimität – so wie Dr. Wagner sagt: „Genau so, als wolle man intim werden …” Und wen überrascht dann noch der Gedanke, dass dieses Erlebnis mit Lust, ja sogar mit einem Orgasmus verbunden ist … oder doch wenigstens sein kann?

Wie muss man sich ein solches ekstatisches, ja sogar mit einem Orgasmus verbundene Geburtserlebnis vorstellen?

Paddy:

„Ich fühlte mich so friedlich. Bei jedem Ansteigen schnurrte ich. Ich war völlig auf den Moment zentriert, entspannt, ohne jede Angst, Schmerz zu spüren. Dadurch vermittelte mir mein Körper das Gefühl der Lust statt des Schmerzes und schließlich hatte ich zwei Orgasmen, die sich einfach durch mich durch schütteten … das war ein bisschen überraschend …”

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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