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Wie sagt man?

Eine Hebamme bringt vor allem eines mit: Erfahrung! Warum sollte frau darauf verzichten?

Dieser Tage stand ich beim Metzger als sich eine junge Frau samt Söhnchen an meine Seite stellte. Der junge Mann starrte mit großen Augen auf die Wurstauslage, so dass die Verkäuferin schon lachen musste.

Mag er eine Scheibe Wurst?” fragte sie die Mutter, und als die zustimmend nickte, reichte sie dem Jungen eine Scheibe über die Theke, dessen Herz sichtlich höher schlug. Ganz süß! Leise flüsterte seine Mama, die hinter ihm stand:

Und was sagt man dann?

Wahrscheinlich sind wir alle so aufgewachsen. Unsere Eltern versuchten, uns ein wenig Anstand und Höflichkeit beizubringen und wir haben das gleiche mit unseren Kindern gemacht. Und das ist gut so.

Wie ist es mit Ihnen? Sie sind schwanger? Ich hoffe, Sie haben eine Hebamme hinzugezogen – egal wo und wie Sie entbinden wollen. Es ist nicht nur Ihr Recht, es sollte Ihnen ein Bedürfnis sein. Niemand hat mehr Erfahrung mit Schwangeren als eine Hebamme. Wenn Sie also noch keine hinzugezogen haben, holen Sie das nach.

Vor etlichen Jahren hielt ich mal einen sterbenden Mann auf dem Arm, während seine Frau unter ihm die Laken glatt strich. Dieser sterbende Mann, obwohl unfähig zu sprechen doch immerhin noch in der Lage, für einen Augenblick lang seine Augen zu öffnen und mich anzuschauen, lehrte mich eine Lektion in Sachen Annehmen von Hilfe – eine, die ich nie mehr vergaß. Sicher, man muss nicht jede Hilfe annehmen und auch nicht von jedem. Ein gesundes Unterscheidungsvermögen ist da schon nötig. Aber welchen Grund könnte es geben, als Schwangere auf die Hilfe einer Hebamme zu verzichten?

Das wir uns richtig verstehen: Es geht nicht um Frauenarzt oder Hebamme. Es geht um Sie! Es geht darum, wie Sie am besten durch die Zeit der Schwangerschaft zur Geburt und dann darüber hinaus kommen. Ein Arzt ist Frauenheilkundler. Sein Blickpunkt ist die Abweichung von einer statistischen Norm. So jemanden an Ihrer Seite zu haben ist sehr wichtig, denn so manche Krankheit verbirgt sich sehr geschickt. Aber nicht alles, was von einer angenommenen Norm abweicht ist auch eine Krankheit! Da brauchen Sie jemanden an Ihrer Seite, die Erfahrung hat. Und Geduld. Wer hat mehr Erfahrungen mit Schwangerschaften und Geburten: Ärzte oder Hebammen? Sie sollten also beides haben!

Fragen Sie Ihren Frauenarzt/Ihre Frauenärztin nach einer Hebamme, die sich empfiehlt. Wenn Ihr Frauenarzt nicht schon von sich aus eine Hebamme vorgeschlagen hat, dann vielleicht weil er nicht daran gedacht hat. Wie gesagt, wenn Sie noch keine Hebamme hinzugezogen haben, holen Sie das jetzt nach. Fragen Sie ihren Arzt, schauen Sie im Telefonbuch nach oder nutzen Sie die PLZ-Suchfunktion bei Hebammen.de

Nehmen Sie das Angebot an – es kann nur zu Ihrem Vorteil sein. Und wenn Sie es angenommen haben, wenn Ihnen eine Hebamme Ihres Vertrauens durch die Schwangerschaft und vielleicht sogar durch die Geburt geholfen hat, dann erzählen Sie davon! Empfehlen Sie Ihre Hebamme, denn die Hebammen insgesamt brauchen das mehr als dringend. Immer mehr müssen aufgeben – zum Teil weil sie zu wenige Schwangere betreuen, um das Geld für eine teure Haftpflicht aufzubringen. Ein Beruf, den es seit tausenden von Jahren zur Hilfe und zum Schutz der Frauen in der Schwangerschaft gibt, steht an einem Punkt an dem man nicht sicher sagen kann, ob es ihn noch lange geben wird.

Nehmen Sie die Hilfe einer Hebamme an … und genießen Sie die Zeit … 🙂

>> Link zum Hebammenprotest >>

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