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Schwangerschaft und Beruf

Für Schwangere ist es wichtig, zu wissen, dass Ihnen durch die Schwangerschaft keine beruflichen Nachteile entstehen.Schwangerschaft und Beruf – eines der Themen, denen ich im nächsten Jahr wesentlich mehr Aufmerksamkeit widmen möchte.

Vor ein paar Tagen hatte ich ein Gespräch mit einer Jungunternehmerin die mir sagte:

Wenn ich einen Job zu vergeben hätte, würde ich auf jeden Fall einen Mann nehmen – der wird nämlich nicht schwanger …

Sagt eine Frau! Heute morgen hatte ich ein Gespräch mit einem schon erfahreneren Unternehmer, der mir folgendes sagte:

Ich würde im Grunde immer eher Frauen bevorzugen, mindestens 35 Jahre und wenigstens ein Kind. Die sind sehr belastbar, ticken nicht gleich aus, wenn ihnen was nicht passt und verfügen über genügend Lebenserfahrung, zu wissen, was wichtig ist und was nicht. Junge Frauen würde ich nur nehmen, wenn ich muss. Erstens sind die noch nicht so weit und zweitens können sie schwanger werden – das ist mir zu teuer.

Wenn man einmal kurz den Standpunkt weg von den Bedürfnissen und Nöten einer Schwangeren und dem, was gesellschaftlich richtig und notwendig wäre verschiebt und sich vorstellt, man hätte selbst ein kleines Unternehmen und stünde vor der Frage, eine junge Frau oder einen gleichaltrigen Mann mit gleicher Qualifikation einzustellen, bin ich ziemlich sicher, Sie würden mindestens zögern.

Ich glaube, der Schlüssel zur Gleichbehandlung und Chancengleichheit liegt genau darin, die Elternzeit vor allem für Männer viel attraktiver zu machen und es so hinzukriegen, dass Papas ebenso lange für ihre Kinder da sind, wie die Mamas – denn dann wäre das Schwangerschafts- bzw. Elternzeitrisiko bei jungen Männern und jungen Frauen gleich. Bei der sich zusehends weiter entwickelnden Wissensgesellschaft sehe ich da noch nicht mal ein Problem. Aber so wie das bis jetzt läuft, scheint es mir vor allem darum zu gehen, Familien aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwinden zu lassen, frei nach dem Motto: Frauen kriegen ihr Kind, stillen es ab, delegieren den Rest an Kinderkrippen und kümmern sich wieder ums Bruttosozialprodukt, denn die steigende Zahl der Papas an der Elternteilzeit scheint mir mehr damit zu tun zu haben, länger Elterngeld zu kriegen.

Für Frauen – und natürlich ihren Familien – ist es wichtig, zu wissen, dass ihnen durch die Schwangerschaft keine beruflichen Nachteile entstehen.

Genießen Sie die Zeit … trotzdem … 🙂

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