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Babyfreundliches Krankenhaus

Es ist ganz sicher erfreulich, dass es einen Trend hin zur Hausgeburt gibt — und doch: mehr als 90% aller Kinder werden in einer Klinik geboren. Und folglich muss man auch hier beginnen, Maßstäbe zu setzen, denn es ist nicht so sehr eine Frage, was Kliniken anbieten, sondern was die Frauen davon annehmen! Sie bestimmen ganz wesentlich mit, ob Kliniken sich für die Bedürfnisse Schwangerer öffnen oder nicht. Sie können mit den Füßen abstimmen und Sie können Leistungen und Erfahrungen bewerten!

Die Weltgesundheitgsorganisation (WHO) hat 1991 zusammen mit UNICEF eine Initiative gestartet: Das babyfreundliche Krankenhaus. Ziel war es, das Stillen in den Kliniken zu fördern. Seitdem gibt es weltweit etwa 20.000 Kliniken, die zertifiziert wurden und in Deutschland sind es mittlerweile über 40, aber seien wir ehrlich: gemessen an über 2000 Kliniken in Deutschland ist das eher peinlich.

Umso wichtiger ist es, dass Sie sich informieren, ob die Klinik, in der Sie Ihr Kind bekommen wollen, zu diesen 40 zertifizierten babyfreundlichen Krankenhäusern gehört (klicken Sie hier >>). Falls nicht, machen Sie Ihren Unmut darüber deutlich, denn, wer weiß, vielleicht hat Ihr Krankenhaus noch nie von dieser Initiative gehört — oder es scheut den Zertifizierungsprozess …

Sie haben Einfluss darauf, wo und wie Ihr Kind geboren wird.

Sie haben Einfluss darauf, wo und wie Ihr Kind geboren wird.

Wenn Sie darüber hinaus Einfluss nehmen wollen, bewerten Sie Ihre Klinik nach der Geburt zum Beispiel hier >>. Natürlich sind solche Bewertungen immer auch kritisch zu sehen — wenn, wie zum Beispiel bei der Klinik Altenburg-Groh nur eine einzige Bewertung vorliegt. Wenn diese Bewertung entweder sehr positiv oder sehr negativ ausgefallen ist, ergibt das auf den ersten Blick ein völlig schiefes Bild mit 5 (fehlenden) Sternen … glücklicherweise gibt es diese Klinik, obwohl sehr gut bewertet, schon länger nicht mehr 🙂

Wichtig ist, dass Sie sich Ihrer Macht als Verbraucher, in diesem Fall als Schwangere, bewusst sind und diese Macht auch verantwortungsvoll nutzen. Bewerten Sie die Klinik, in der Sie Ihr Kind bekommen haben. Auch eine schlechte Bewertung muss nicht notwendigerweise schlecht sein — wenn eine Klinik 100 Bewertungen hat, fallen ein paar davon eben nicht so gut aus. Das ist ganz normal und trotzdem ein Ansporn für die Klinik, in ihren Anstrengungen nicht nachzulassen. Wenn sich aber die schlechten Bewertungen häufen, wird es die Klinik unter Druck setzen, entweder diese Abteilung zu schließen oder die Leistungen erheblich zu verbessern und zu versuchen, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen.

Kliniken, auch Entbindungsstationen sind in hohem Maße von Einnahmen abhängig und gerade bei Entbindungen haben Frauen eine Wahl: Stimmen Sie mit den Füßen ab, suchen Sie nach zertifizierten babyfreundlichen Kliniken und bewerten Sie anschließend Ihre Erfahrungen. Sie leisten dadurch einen wesentlichen Beitrag — mindestens für viele, die nach Ihnen ihr Kind bekommen. Bis dahin

genießen Sie die Zeit … 🙂

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