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Kein Platz für die Hausgeburt?

Es ist doch gut vorstellbar, dass frau gerne ganz natürlich gebären möchte, zu Hause aber keinen wirklichen Platz oder nicht die gewünschten Möglichkeiten hat. Wäre da ein Geburtshaus nicht eine Alternative?

Ein Geburtshaus zu gründen ist wirtschaftlich nicht ohne Risiko. Von den Krankenkassen bezuschusst werden Geburten im Geburtshaus pauschal mit 550 € – wodurch sich sehr einfach ausrechnen lässt, wieviele Geburten ein Geburtshaus braucht, um wirtschaftlich überleben zu können. Erfreulicherweise scheint es einen kleinen Trend in Richtung Hausgeburt und Geburtshaus zu geben. Zum anderen wird es da auf der Hand liegen, dass Sie einen eigenen finanziellen Beitrag leisten müssen, um in einem Geburtshaus niederkommen zu können.

Zunächst mal das Formelle: Es gibt ein Netzwerk der Geburtshäuser, das in Form eines gemeinnützigen Vereins das selbstgesteckte Ziel verfolgt, die Idee des Gebärens in Geburtshäusern zu verbreiten. Darüber hinaus finden Sie auf rund-ums-baby.de eine Liste von Geburtshäusern mit Kontaktdaten, so dass Sie zumindest schon mal schauen können, ob es eines in Ihrer Nähe gibt. Allerdings weiß ich nicht, ob diese Liste vollständig oder aktuell ist – vielleicht ist es ggf. doch eine gute Idee, beim Netzwerk nachzufragen.

Ich bin nicht sicher, ob ich die Idee der Geburtshäuser richtig verstehe – und ich gelobe, mich ausführlich zu informieren und dann hier zu berichten. Ich glaube, es gibt zwei wesentliche Vorteile die Geburtshäuser bieten: Zum einen werden viele Geburtshäuser ja von einem Hebammenteam geführt. Das bedeutet, dass bei einer Geburt in der Regel mehr als eine Hebamme zur Verfügung steht. Hebammen haben einfach mehr Erfahrung in Sachen Geburt als ein Frauenarzt und, wie schon berichtet, sie betrachten jeden Geburtsvorgang individuell. Ärzte betrachten dagegen Risikosituationen, Eskalationsstufen und Präventivmaßnahmen. Man darf durchaus davon ausgehen, dass ein nicht unbeträchtlicher Grund für das starke Ansteigen der Kaiserschnittgeburten der letzten Jahre genau diesem Umstand geschuldet ist. Zum anderen bieten Geburtshäuser einfach besseres Equipment, als frau zu Hause haben könnte, ohne dabei ihre Bewegungsfreiheit zu sehr einzuschränken. Das heißt, dass eine Gebärende ihrer natürlichen Intuition schon sehr viel mehr freien Lauf lassen kann, als sie es in einer Klinik tun könnte.

Schau’n Sie doch auch mal auf unserer Facebook-Fanpage vorbei. Da finden Sie auch einen Link zu einem Video zu dem im Foto abgebildeten Geburtshaus in Wien-Hietzing.

Sofern also ein Geburtshaus in Ihrer Nähe ist, sollten Sie es auf jeden Fall in Augenschein nehmen. Rufen Sie einfach dort an und vereinbaren einen Termin. Bevor Sie entscheiden, wie und wo Sie Ihr Kind zur Welt bringen wollen, sollten Sie alle Alternativen kennen.

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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