Bei einer Geburt zu Hause bestimmen Sie selbst, ob Ihr "Nachthemd" hinten offen ist ...
Im 14. und 15. Jahrhundert war es an den japanischen Fürstenhöfen eine große Mode, sich die Zähne schwarz zu färben. Vielleicht war es einfach nichts Besonderes mehr, schöne weiße Zähne zu haben, vielleicht schämte sich ein Adliger dafür, dass er schwarze und hässliche Zähne hatte und machte eine Mode daraus: wie auch immer, wenn man die ganze Geschichte Japans kennt, ist diese Mode nur eine kurze Episode gewesen.
Milliarden Frauen vor Ihnen haben Ihr Kind nicht im Krankenhaus zur Welt gebracht, sondern zu Hause – oder im Zelt – und gemessen an der Zeit der Menschheitsgeschichte ist das Gebären im Krankenhaus, wie heute doch sehr modern, bisher auch nur eine Episode.
Abgesehen von erkennbaren Komplikationen: Gibt es denn einen wirklich zwingenden Grund, in einer Klinik niederzukommen? Einen anderen als Angst? Angst und Vorsicht sind nicht dieselben Begriffe. Dass Sie eine Hausgeburt gut vorbereiten müssen, versteht sich von selbst, das hat mit Vorsicht zu tun, aber Angst davor müssen Sie keine haben! Ihr Körper kann das und der Körper Ihres Babys ist robust.
Wenn Sie in eine Klinik gehen, geben Sie dort an der Eingangstür eine ganze Menge Entscheidungsspielraum aus der Hand und unterwerfen sich dem dortigen Hausrecht. Es ist nicht Ihr trautes Heim, in dem Sie sich befinden, es sind nicht Ihre gewohnten Geräusche. Sie können nicht das Licht ein und ausschalten, wie sie wollen, das Radio lautstellen, wenn Ihnen danach ist. Sie schauen in müde Gesichter, wenn der Schichtwechsel bevorsteht, die Toiletten sind sicher sauber, aber geht jemand unmittelbar nach Ihnen da rein? War jemand unmittelbar vor Ihnen drinnen? Jemanden, den Sie nicht kennen?
Wenn Sie zu Hause Ihr Kind auf die Welt bringen, haben Sie Hausrecht. Selbst die Hebamme, die kommt, unterwirft sich dieser Ordnung – und assistiert. Sie dominiert nicht – wie vielleicht ein Arzt in seiner Klinik. Niemand wird Ihnen auf Grund des höheren Risikos eine Kaiserschnittgeburt vorschlagen und Sie damit in Gewissensnöte bringen. Sie sind Chef – und Sie können das auch.
Das bedauerlichste aber ist, dass Sie an der Tür zur Klinik Ihre Intuition hinter sich lassen! Sie lassen Sie dort sicher nicht absichtlich zurück, aber die Angst erzählt Ihnen, dass Sie Ihren Körper und die Verantwortung darüber in die Hände des dortigen Personals legen, die das einfach alles besser wissen, als Sie … wozu brauchen Sie da noch Ihre Intuition? Aber was uns als Menschen auszeichnet, was gerade bei Frauen während der Schwangerschaft sehr stark in den Vordergrund tritt, ist ihre innere Stimme. Und es ist diese innere Stimme, die Sie später als Mutter einfach so wissen lässt, dass mit Ihrem Kind etwas nicht in Ordnung ist.
Wer sein Kind zu Hause zur Welt bringt, ist innerlich hellwach. Die innere Kommunikation läuft auf Hochtouren. Wer darüber hinaus gut vorbereitet ist, hat gute Chancen, dass die Geburt sehr viel schneller und sehr viel reibungsloser über die Bühne geht, als zuerst angenommen.
Es hat durchaus Vorteile, ein Kind zu Hause zur Welt zu bringen.
Genießen Sie die Zeit …
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