Hausgeburt, die dritte

by rk-f

Quelle: Picasa @ Martina

Rebecca, Barbara und das Ergebniss ihrer ersten gemeinsam gemeisterten Hausgeburt Quelle: Picasa

Im vorigen Artikel war die Rede von der Intuition – es ist gerade die Intuition, die die Gebärende beim Niederkommen ganz plötzlich und ohne von außen ersichtlichen Grund die Gebärpostion wechseln lässt. Der Körper weiß in jedem Augenblick genau, welche Position die Geburt voranbringt und nimmt diese Position auch sofort ein, vorausgesetzt die Angst der niederkommenden Frau stellt sich nicht dazwischen. Der Vorteil einer gut entwickelten Intuition lässt sich gar nicht überschätzen!

Die optimalen Bedingungen für ein wunderbares, komplikationsfreies Geburtserlebnis liefert eine Umgebung, in der sich die Gebärende geborgen und sicher fühlt – und das liegt vor, wenn ihre persönliche Intuition mit dem Gefühl zusammentrifft, gut vorbereitet zu sein und darüber hinaus sie ihre räumliche Umgebung, in der das Kind zur Welt kommt, sehr gut kennt. Das alles trifft bei einer Hausgeburt zu …

Ein weiterer, großer Vorteil einer Hausgeburt liegt ja genau darin, dass Ihnen die Umgebung, in der Sie Ihr Kind bekommen, vertraut ist – in jeder Hinsicht. Ihr Körper und der Körper des Embryos sind auf die herrschenden bakteriologischen Verhältnisse in der Regel bestens eingestellt – ein riesengroßer Vorteil! Auf unserer Facebook Fanpage habe ich neulich erst einen Link zu einer neuen Studie veröffentlicht, die es wohl wert ist, gelesen zu werden. Hier ein Zitat aus dieser Studie:

Offenbar erzeugt der Kontakt von Bakterien mit den Schleimhäuten der Atemwege Signale, die als „immunologisches Äquivalent eines Schlaflieds” auf das Plazentagewebe einwirken und dort die Aktivität der angeborenen Immunreaktionen dämpfen […]

Klartext: Das embryonale Immunsystem stellt sich optimal auf die Reize ein, denen der Mutterkörper ausgesetzt war/ist. Dazu bedarf es allerdings Zeit und genug Zeit liefert ja die Schwangerschaft, die frau ja in der Regel zu Hause erlebt – und nicht in der Klinik.

Es gibt weitere Vorteile bei einer Hausgeburt. Einer der nachhaltigsten ist wohl die bewusste Vorbereitung auf die Geburt. Eine Frau, die ihr Kind zu Hause zur Welt bringen will, ist viel entschlossener und sich auch klarer darüber, was sie machen und erleben will und wird sich daher viel besser vorbereiten. Sie wird (hoffentlich) ihre Hebamme sehr sorgfältig aussuchen und alles besprechen, was nötig und hilfreich ist.

Auch das Zimmer selbst oder der Ort zu Hause, an dem das Kind kommen soll, lässt sich ganz nach den Wünschen gestalten, die die Schwangere hat: Kerzen, wenn sie eher gedämpftes Licht bevorzugt, Düfte, wenn sie das leiden mag, Musik, wenn ihr danach ist. Hocker, Seil, Geburtspool – was auch immer, alles kann so vorbereitet werden, dass es nach Ihrem Gusto ist.

Nicht alles, was Sie sich vorstellen, muss einen Sinn ergeben, und nichts von alledem müssen Sie am Ende benutzen – Sie sind frei und selbstbestimmt.

Im nächsten Artikel reden wir mal ein bisschen über Zahlen, Risiken und Statistiken – bis dahin

genießen Sie die Zeit … :-)

Dieser Artikel stammt von ...

– Autor von 572 Artikeln auf Das Schwangerschafts-Erlebnis.

Meine wichtigsten Themen sind Spiritualität im Alltag, spirituelle Freiheit und persönliche Entfaltung. Schwangerschaften sind für mich schon deshalb von besonderem Interesse, weil sich für die Dauer der Schwangerschaft zwei Wesen einen Körper teilen. Daraus ergeben sich immer wieder sehr spannende Erlebnisse, die den Schwangeren selbst oft gar nicht wirklich bewusst sind.

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