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HypnoBirthing und sanfte Geburt

Es gibt einen zweiten Trend, der seit einigen Jahren an Stärke gewinnt: HypnoBirthing und Sanfte Geburt.

Die Idee: Durch gezielte Entspannungsübungen kann der Körper dazu gebracht werden, loszulassen, das Geschehen anzunehmen und durch sich hindurch fließen zu lassen – das ist der Augenblick, wo durch die Stimulanz des Geburtskanals bei der Geburt durchaus die gleichen Gefühle entstehen können, wie beim Sex – siehe: OrgasmicBirth!

Aber dieser Artikel beschäftigt sich nicht mit dem ekstatischen Aspekt, sondern mit dem sanften, beruhigenden, gleitenden und wellenreitenden Aspekt der Sanften Geburt.

Die Forschung hat gezeigt, dass es für das Gehirn keinen Unterschied macht, ob Sie etwas mit Ihren Augen sehen, oder sich etwas nur vorstellen. Wenn Sie sich intensiv etwas vorstellen, wird Ihr Körper auf diese Vorstellung reagieren.

Allerdings nicht einfach so. Nur weil Sie sich im Sommer den Schnee auf einer Wiese vorstellen, fangen Sie noch lange nicht an zu frieren! Um den Umstand nutzen zu können, dass der Körper auf Vorstellungsbilder und Gedanken reagiert, müssen diese Bilder, Assoziationen und Affirmationen eingeübt werden!

Wo finden Sie die richtigen Übungen?

Übung, Entspannung und Zulassen sind Schlüsselfaktoren für eine besonderes Geburtserlebnis

Übung, Entspannung und Zulassen sind Schlüsselfaktoren für eine besonderes Geburtserlebnis

Eine Möglichkeit ist, das Buch HypnoBirthing zu lesen. Die dort genannten Übungen kann man durchaus alleine machen. Damit kann man sicher auch schon ein gutes Stück weit vorwärts kommen.

Eine andere Möglichkeit wäre, ein Coaching oder einen Kurs zu belegen. Ich hatte gestern Gelegenheit mit Urs Camenzind zu sprechen, der HypnoBirthing Kurse oder Kurse zum Thema Sanfte Geburt leitet. Sie finden reichlich und sehr gute Informationen auf seiner Website Sanfte Geburt.

Urs Camenzind und seine Frau, Heidi Heinz, sind die HypnoBirthing und Sanfte Geburt Pioniere der Schweiz. Über 200 Geburten haben Sie in den letzten 3 Jahren vorbereitet und durchweg sehr gute Erfahrungen gemacht.

Folgende Punkte habe ich mir bei unserem Gespräch notiert:

  1. Es ist besser, spät mit einer Vorbereitung in Sachen Sanfte Geburt zu beginnen, als gar nicht.
  2. Ideal wäre ein Beginn der Vorbereitung zwischen der 20. und 25. Woche. Es braucht ein bisschen Zeit, sich mit den Übungen vertraut zu machen und sich selbst eine gewisse Regelmäßigkeit anzutrainieren.
  3. Gerade gegen Ende der Schwangerschaft fällt es den werdenden Müttern zunehmend schwer, eine gewisse innere Unruhe abzulegen. Der Partner kann durch eingeübte Schlüsselbegriffe und/oder Streicheln sehr gut dabei helfen, die Schwangere zu beruhigen und wieder in den Zustand der Entspannung zurückzukommen.
  4. Eine spezielle CD mit beruhigender Musik und Affirmationen wäre sehr hilfreich. Leider gibt es diese CD von HypnoBirthing nur im Zusammenhang mit einem Kurs.

Was ist das nun für eine Vorbereitung?

Am besten, wir lassen Urs Camenzind selbst sprechen:

Ein grosser Teil der Übungen besteht im Erlernen von Atemtechniken, dem bewussten Arbeiten mit und verankern von bildhaften Vorstellungen, sowie der Kraft von Worten und Gedanken. Dazu kommen bestimmte Auslöser, so dass frau wie auf Knopfdruck in die Entspannung gleitet. Ebenfalls spielen die Vertiefung der Verbindung zum Baby und das Auflösen von negativ gespeicherten Erfahrungen bezüglich Schwangerschaft und Geburt eine wichtige und grosse Rolle. Wenn der Partner beim Kurs dabei ist, lernt er, seine Anwesenheit bei der Geburt richtig und bewusst einzusetzen. Er übernimmt Verantwortung und vermittelt seiner Partnerin Ruhe, Geborgenheit und Sicherheit. Das ist im Grunde schon alles. Und doch: es will gelernt und eingeübt sein, so dass es dann zum Zeitpunkt der Geburt abgerufen werden kann.

Genießen Sie die Zeit … 🙂

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