Schablonenmalerei an Wänden ist schon sehr lange bekannt und erlebte in den letzten Jahren eine Renaissance. Wer sich nicht mit den im Handel erhältlichen Schablonen zufrieden geben mag, kann sich recht einfach eigene Motive herstellen.
Für das Wandgemälde im Zimmer meines Sohnes habe ich eine Reihe Meeresbewohner selbst angefertigt und auf das Bild schabloniert.
Wer sich nicht traut, freie Vorlagen dafür zu zeichnen wird sicher bei den vielfältigen, als Freeware für den privaten Gebrauch kostenlos verfügbaren, Dingbats-Fonts (“Bilderschriften”) fündig, diese enthalten jede Menge geeignete Bilder, zum Beispiel Tiere.
Optimal geeignet sind scherenschnittartige Vorlagen, wie beispielsweise diese hier .
Warum die Scherenschnittartigen? Alles was auf dieser Vorlage schwarz ist, wird mit einen Cutter weggeschnitten. Innenliegende weiße Partien werden dabei oftmals gleich mitentfernt, es sei denn, es gibt eine durchgehende Verbindung zum äußeren weißen Teil.
Wenn Sie nicht sicher sind, probieren Sie es erstmal mit einem normalen Papierbogen aus.
Aber schön der Reihe nach, der nächste Schritt ist es, die Schrift zu installieren und auf eine geeignete Größe zu bringen. Das ist ein bisschen Spielerei, etwa 300 bis 600 Punkt, je nach Vorlagengröße und gewünschter Endgröße, können das schon sein. Falls die Textverarbeitung sich dazu nicht überreden lässt, kann auch ein Grafikprogramm dafür verwendet werden, gerade auch für größere Motive.
Unsere Meeresbewohner passten jeweils auf ein DIN A4 Blatt. Jedes Motiv wird dann ausgedruckt und unter eine Overheadfolie gelegt. Mit einem wasserfesten Stift werden die Konturen auf die Folie übertragen und mit einem scharfen Cutter auf einer schneidfesten Unterlage ausgeschnitten.
Diese Folien werden mit Kreppband an den Ecken auf der gestrichenen Wand befestigt. Zum eigentlichen Schablonieren hatte ich Farbpigmente mit wenig Lasurbinder angesetzt, Abtönfarbe ist aber auch möglich. Mit einem Borstenpinsel habe ich wenig Farbe aufgenommen und auf die freien Bereiche vorsichtig aufgestupft. Hier ist etwas Geduld gefragt, wirklich nur ganz wenig Farbe auf den Pinsel aufnehmen und ganz vorsichtig und leicht aufstupfen, damit keine Farbe unter die Schablonenränder läuft. Um das Ganze etwas plastischer wirken zu lassen, kann mit mehreren ähnlichen Farbtönen gearbeitet werden.
Wenn das Motiv fertig ist, wird die Schablone vorsichtig abgenommen und abgewischt.















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