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… da waren’s nur noch zwei!

Foto einer Rose samt Scherben einer zerbrochenen Vase am Boden (Quelle: Fotolia.de)

bin in der 20. Woche schwanger und seit 7 wochen vom leiblichen Vater des Kindes getrennt …

Das gehört zu den ganz großen Dramen, die eine Schwangerschaft bieten kann: Plötzlich alleine dazustehen, ohne Partner … und schwanger …

Kommt es darauf an, wer die Beziehung beendet hat? Kommt es darauf an, wie alt frau ist und in welcher Situation?

Es kann viele Gründe geben, warum eine Beziehung an oder in einer Schwangerschaft zerbricht. Manchmal ist es einfach die falsche Partnerwahl, manchmal ein Seitensprung, manchmal hat es einfach so sein sollen. Was auch immer der Grund gewesen sein mag, das, was jetzt vor Ihnen liegt, ist manchmal hartes  Brot!

Zum einen müssen Sie mit Ihren Gefühlen klar kommen – was gerade in der Schwangerschaft doppelt schwierig ist. Immer wieder durchlaufen auch glückliche und in einer festen Beziehung stehende Schwangere Achterbahnfahrten in Sachen Gefühle, das addiert sich dann noch zur Verarbeitung des Trennungsschmerzes.

Ich habe viel geweint und konnte einfach nicht verstehen, warum das alles passiert war und ob es an mir gelegen hatte und ob ich das ändern könnte, aber es nützte alles nichts. Es war, wie es war.

Und dann gibt es noch die wirklich wichtigen, sachlichen Fragen, die sie klären müssen: Werden Sie finanziell klar kommen? Haben Sie genug Geld für die Erstausstattung? Müssen Sie vielleicht eine neue Wohnung suchen? Brauchen Sie eine Arbeit?

Ich war bei einer Schwangerschaftsberatung. Die hat mir geholfen, verschiedene Anträge auszufüllen und bei einer Stiftung eine Erstaustattung zu beantragen.

Familie und Freunde sind gut, aber nicht immer zuverlässig!  Das kann sich langfristig als Vorteil erweisen, dann nämlich, wenn es Sie zwingt, schneller auf Ihre eigenen Beine zu kommen, denn ganz egal, wie hart es kommen wird, Sie werden das durchstehen!

Dazwischen werden Sie, wenn es blöd läuft und damit Ihnen nicht gar zu langweilig wird, es immer wieder auch mit Ihrem Ex zu tun haben. Mal wird er um Verzeihung winseln und Sie in ein zusätzliches Dilemma stürzen: Ob er es ernst meint? Oder doch nur noch schnell mal mit Ihnen ins Bettchen will – oder Geld leihen … Wenn es ganz blöd läuft, wird er seine Vaterschaft bezweifeln und behaupten, Sie hätten ein Verhältnis mit einem seiner Freunde gehabt. Mal wird er Sie rüde auffordern, Ihn mit dieser Sch…e in Ruhe zu lassen und doch wenigstens ein bisschen Rücksicht auf seine neue Beziehung zu nehmen – sie wären doch schließlich selbst schuld und hätten ja abtreiben können …

Es hat eine Weile gedauert, bis ich akzeptieren konnte, wie es war, aber als ich endlich losgelassen hatte, konnte ich der Sache schon wieder positive Seiten abgewinnen.

Am Ende werden Sie stärker sein, als jemals zuvor! Sie werden das Mädchen, das Sie mal waren, hinter sich gelassen haben und eine Frau geworden sein!

Nehmen Sie die Sache nicht auf die leichte Schulter, denn das, was Sie vor sich haben, ist kein Zuckerschlecken, aber nehmen Sie es auch nicht zu schwer.

Heute bin ich überglücklich, meinen Kleinen bei mir zu haben. Trotzdem fühle ich mich oft einsam und wäre froh, wenn ich mein Leben mit jemandem teilen könnte – na ja, was nicht ist, wird vielleicht noch …

Nicht immer kommt es so, dass am Ende des Märchens der Prinz auf einem schwarzen Pferd angeritten und dann die Burg hochgeklettert kommt, um die Prinzessin aus den Klauen der bösen Hexe zu retten. Manchmal bleibt frau alleinerziehend.

Aber alleinerziehend bedeutet nicht, alleine! Sie werden mit der Zeit zwischen Bekannten und Freunden unterscheiden lernen, Sie werden lernen, sich selbst zu vertrauen und mehr auf sich selbst zu hören. Sie werden es gut machen – auch wenn es nicht gleich fehlerfrei sein wird.

Wie so oft, mein Rat: Gehen Sie zu einer Hebamme, die wird Ihnen sicher sagen können, wer Ihnen jetzt wo weiter helfen kann. Wenn Sie lieber auf eigene Faust da durch wollen, gibt es zum einen die Caritas, oder Sie schauen sich die unterschiedlichsten Links bei Google zum Thema Schwangerschaftskonfliktberatung an. Selbstverständlich sei auch Pro Familia genannt. Der Gang zum Jugendamt ist sicher nicht falsch, oder zur Gemeindeverwaltung. Es gibt viele Stellen, an denen Sie Hilfe bekommen, nicht zuletzt bei den Kirchen.

Hilfreich können durchaus auch Internetforen sein. Zumindest treffen Sie hier eher Frauen in ähnlicher Lage. Und, wer weiß, vielleicht entstehen Freundschaften daraus.

Einen guten Artikel habe ich u.a. bei Vitawo gefunden >>

Alles Gute für die Rest-Schwangerschaft – Kopf hoch, wird schon werden!

Genießen Sie die Zeit …

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