Stillen und Väter

by dg-d

“Was hat das miteinander zu tun?”, fragen sie sich vielleicht.

Sehr viel! Als ich mein erstes Kind stillte, war ich sehr verunsichert. Es war vor knapp zwanzig Jahren, als die Stillförderung hier in Deutschland gerade erst begann. So bedrängte man mich im Krankenhaus bereits am ersten Tag nach der Geburt etwas zu zugeben, wenn schon keine Nahrung dann doch Tee. Ich habe mich dagegen gewehrt unter Tränen, weil ich mir sicher war, dass das falsch ist.

Unterstützt haben mich dabei mein Mann und meine Freundin! Sie haben mir immer wieder versichert, dass ich richtig handle. Meinen Sohn habe ich fast ein Jahr gestillt und seine Gewichtskurve sprach Bände.

Darum möchte ich Sie auch bitten: Unterstützen Sie Ihre Frau! Informieren Sie sich gemeinsam über das Stillen und versichern Sie Ihr immer wieder, dass Sie alles toll macht. Glauben Sie mir, dass erhöht den Stillerfolg ernorm.

Ein anderer Aspekt ist die Zweisamkeit. Ihre Frau wird gerade am Anfang viel Zeit mit dem Baby und dem Stillen verbringen. Seien Sie Ihr nicht böse, wenn Sie dann weniger Lust am Sex hat. Bitte drängen Sie nicht und haben Sie Geduld! Zeigen Sie Ihre Zärtlichkeit doch mal auf andere Weise: Stellen Sie Ihrer Frau etwas zu trinken hin, wenn Sie stillt. Massieren Sie Ihr den Nacken oder die Füße. Das entspannt und trägt zum Fließen der Milch bei.

Dieser Artikel stammt von ...

– Autor von 67 Artikeln auf Das Schwangerschafts-Erlebnis.

Mein Name ist Dorothee Gaupp. Ich lebe im Norden des Ruhrgebiets, in der kleinen Hansestadt Dorsten. Dort arbeite ich seit einigen Jahren als Geburtsvorbereiterin und Doula. Schon vor meiner Ausbildung habe ich mich sehr für die Themen Schwangerschaft und Geburt interessiert. Nach der Geburt meines ersten Kindes 1991 hat mich das Thema nicht mehr losgelassen. Als Mutter von 4 Kindern, werde ich oft um meinen Rat gebeten. Darum habe ich nach der “Babypause” meine Ausbildung bei der Gesellschaft für Geburtsvorbereitung gemacht. Als Geburtsvorbereiterin möchte ich den werdenden Eltern genug Informationen zur Verfügung stellen, damit sie ihre Geburt selbstbestimmt gestalten können. Es soll ein Erlebnis werden, dass sie als positive Erinnerung im Gedächtnis behalten. Zusätzlich besteht das Angebot die Geburt als Doula zu begleiten. Nach der Geburt treffe ich “meine” Paare oft in meinen Eltern-Kind-Kursen wieder. So dass ich sie durch das ganze erste Lebensjahr begleite. Eine schöne Erfahrung für beide Seiten!

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