
Die Wahrheit beginnt zu zweit
Spätestens bei dieser Aussage wird klar, dass die Zwiegespräche, die ich hier vorstellen möchte, etwas ganz anderes sind als das, was wir als normale Unterhaltung führen. Michael Lukas Moeller hat, in Zusammenarbeit mit seiner Frau Célia Maria Fatia die Zwiegespräche als ein Selbsthilfekonzept für Paare entwickelt. In einer ganzen Reihe von Büchern, darunter das „Einsteigerwerk“ „Die Wahrheit beginnt zu zweit“ erklärt Moeller dieses Konzept sehr ausführlich.
Ganz stark vereinfacht laufen die Zwiegespräche folgendermaßen ab:
Es wird ein fester, möglichst wöchentlicher Termin von etwa eineinhalb Stunden dafür vereinbart.
Jeder schildert dem anderen, wie er sich im Innersten gerade fühlt, was ihn am stärksten bewegt. Dabei bleibt er bei sich, beim eigenen Fühlen und Wahrnehmen. Jedem steht die gleiche Zeit für Zuhören und Erzählen zur Verfügung, am einfachsten im Viertelstundenwechsel. Wichtig ist dabei, dass der Zuhörende wirklich nur zuhört und weder wertet (auch nicht nonverbal), noch dazwischenspricht.
Ziel ist es, dem anderen die momentane, eigene Befindlichkeit darzustellen, sich zu öffnen und intensive, wesentliche Gespräche zu führen.
Eine ausführlichere Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte ist auf der Homepage des inzwischen verstorbenen Michael Lukas Moeller zu finden.
Wer sich danach noch nicht sicher ist, ob es sich lohnt das Buch zu kaufen, darf sich auf zwei Artikel unseres Gastautors Roland Kopp-Wichmann freuen, in denen dieser einzelne Aspekte der Zwiegespräche ausführlich und anschaulich darstellt.
Und wer glaubt, dass in der Beziehung alles zum Besten ist, kann bei Roland Kopp-Wichmann im Beziehungstest überprüfen, ob dem tatsächlich so ist.
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#1 by dg-d on 23. September 2009 - 15:25
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Auch wir haben dieses Zwiegesprcäh schon ausprobiert. Ich muss gestehen, es ist echt schwer! Mir persönlich gefällt das aktive Zuhören besser, bei dem ich auch nachfragen kann. Aber ich verstehe auch den Einwand: Wer fragt leitet.
Vielleicht sollten wir als Ehepaar das Zwiegespräch nochmal versuchen und diesmal etwas mehr Ausdauer dabei haben?
Ich weiß, dass diejenigen, die es praktizieren begeistert sind.
#2 by Sabine on 24. September 2009 - 07:45
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Schwierig ist es schon, weil es so völlig gegen die üblichen Gewohnheiten geht. Aber es stellt sich dadurch eine geistige Nähe ein, die anders nach meinen Erfahrungen nicht zu erreichen ist. Das aktive Zuhören finde ich sinnvoll, wenn es darum geht einen bestimmten Sachverhalt zu klären, die Zwiegespräche sollen dem Partner ja einfach nur zeigen, was mich im Moment beschäftigt.
Ich denke, das Eine schliesst das Andere nicht aus.
lg Sabine
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