War früher alles besser?

by rk-f

Schwangere beim Yoga

Was meinen Sie?  War früher alles besser?  Oder ist es heute besser?  Mit mehr technischen Möglichkeiten und einer ausgereifteren Medizin?  Oder verursacht die Überfülle an Möglichkeiten eher Angst?  Manchmal gewinnt man den Eindruck, dass, je mehr Möglichkeiten zur Auswahl stehen, desto größer wird auch die Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen.

In einem Radiofeature des SWR 2 von 2005 mit dem Titel „Darum haben wir kein großes Theater gemacht” wurden Frauen verschiedener Generationen zum Thema Schwangerschaft befragt.  Hier ein Auszug aus dem Manuskript:

Es war eine Zeit des Wartens und des Werdens, sagt eine 73-jährige Frau rückblickend. Und heute? Viele Schwangere eilen hin und her zwischen Gymnastik und Yoga, Still- und Geburtsvorbereitung, Krankenhäuser bieten Besichtigungstermine für den Kreißsaal und Infoabende für werdende Eltern an, die Anzahl der Ratgeber wächst ständig. Für das eigene Gefühl bleibt zwischen all den Angeboten oft kein Platz mehr. Um eine “gute Schwangere” und dann eine “gute Mutter” zu sein, um die Geburt zu einem “guten Erlebnis” zu machen, bedarf es heute einer ordentlichen Vorbereitung, so scheint es. Doch damit wächst auch die Angst, alles falsch zu machen. Wie haben Frauen aus anderen Generationen ihre Schwangerschaft erlebt, als es kaum Ratgeber oder Kurse gab? War es einfacher für sie guter Hoffnung zu sein?

Die Sendung kann man leider nicht mehr nachhören, aber man kann das Manuskript hier als rtf-file herunterladen.  Ich finde, ein zeitloses Dokument – allemal wert, gelesen zu werden.

Dieser Artikel stammt von ...

– Autor von 572 Artikeln auf Das Schwangerschafts-Erlebnis.

Meine wichtigsten Themen sind Spiritualität im Alltag, spirituelle Freiheit und persönliche Entfaltung. Schwangerschaften sind für mich schon deshalb von besonderem Interesse, weil sich für die Dauer der Schwangerschaft zwei Wesen einen Körper teilen. Daraus ergeben sich immer wieder sehr spannende Erlebnisse, die den Schwangeren selbst oft gar nicht wirklich bewusst sind.

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