
Wie soll er denn heißen? Bildquelle: commons.wikimedia
Wenn Sie grade schwanger sind, werden Sie dieses Problem vielleicht schon entdeckt haben: Wie nennen wir es.
Bei meinen Eltern war das ganz einfach. Sie beschlossen gemeinsam, mich Michael zu taufen. Danach, weil meine Mutter noch im Krankenhaus bleiben musste, ging mein Vater zum Pfarrer, um die Taufe zu bestellen, und teilte mit, die Eltern wollten den Sohn Raimund nennen … so geht das natürlich auch.
Bei einem meiner guten Freunde war es eher umgekehrt. Die Eltern hatten sich auf Detlef verständigt, aber der Pfarrer lehnte das ab. Vor über fünfzig Jahren hatte der Pfarrer da noch eine Menge Einfluss und da dieser ein Problem mit Homosexuellen hatte und Detlef als Synonym für Schwule galt, lehnte er also diesen Namen schlicht ab!
Und wie wollen Sie dieses Problem lösen? Eine Möglichkeit wäre vielleicht, die Top Ten der beliebtesten Namen zu konsultieren, um sich von dort Rat zu holen. Ich gebe aber zu bedenken, dass es Ihnen dann gehen kann, wie uns, als wir im Kindergarten unseren Junior riefen und sich gleich vier andere Kinder mitumdrehten …
Dann gäbe es da noch die Möglichkeit, von vornherein auf Abkürzungen zu setzen. Meine Schwägerin ist derzeit guter Hoffnung und da sie weiß, dass es ein Mädchen wird, plant sie auf Magdalena – weil sich das auf Lena abkürzen ließe. Meine Frau, in diesen Sachen nicht wirklich diplomatisch, stellte via Telefon augenblicklich den Geisteszustand ihrer Schwester in Frage (gut, am Telefon klang das dann noch drastischer), aber immerhin, ihr Einwand, man könne die Kleine dann doch gleich Lena nennen, hat was …
Schließlich bliebe ja noch die Möglichkeit, eine Ausgeschlossen-Liste zu führen. Manchmal ist es einfacher, sich zunächst auf das zu einigen, was auf gar keinen Fall in Frage kommt, um die Sache von da her anzugehen.
Wie auch immer Sie das handhaben, es wäre schön, von Ihnen zu hören wie Sie auf Ihre Lösung gekommen sind
rk-f
PS: Ach ja, vielleicht das noch am Rande für ganz schwierige Fälle. Sie können ja auch noch einen Zweit- einen Dritt- ja vielleicht sogar einen Viertnamen mit auf den Weg geben. Auf diese Weise ließen sich bequem auch noch die Vorschläge der weiteren Verwandtschaft mitberücksichtigen …
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#1 by sf-w on 2. September 2009 - 11:24
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Tja, bei uns war klar, wir wollten für unsere Kinder Namen, bei denen sich nicht jeder 3. im Kindergarten umdreht. Es sollten aber auch Namen sein, die soweit gängig sind, dass es nicht heißt “Was??? Wie schreibt man das???”. Und sie sollten nicht zu offensichtlich zum Verunstalten einladen. Und nicht zu lang sein.
Zu guter Letzt sollten uns die Namen auch vom Klang und ihrer Bedeutung her gefallen.
Mit diesen Kriterien haben wir dann Namensbücher gewälzt und wurden fündig.
Nadja und Sascha sind mit ihren Namen ganz einverstanden, also waren unsere Überlegungen wohl nicht ganz falsch.
lg Sabine