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Paul? Fritz?

Wenn Sie grade schwanger sind, werden Sie dieses Problem vielleicht schon entdeckt haben:  Wie nennen wir es.

Bei meinen Eltern war das ganz einfach.  Sie beschlossen gemeinsam, mich Michael zu taufen.  Danach, weil meine Mutter noch im Krankenhaus bleiben musste, ging mein Vater zu Standesamt und Pfarrer, um die Taufe zu bestellen, und teilte mit, die Eltern wollten den Sohn Raimund nennen … so geht das natürlich auch.

Bei einem meiner Freunde war es ganz anders. Seine Eltern hatten sich auf Detlef verständigt, aber der Pfarrer lehnte das ab. Vor über fünfzig Jahren hatten Pfarrer noch deutlich mehr Einfluss. Dieser Geistliche hatte ein deutliches Problem mit Homosexuellen, und zu der Zeit galten Detlef und Dieter als Synonyme für Schwule …

Wie wollen Sie dieses Problem lösen?  Eine Möglichkeit wäre, die Top Ten der beliebtesten Namen zu konsultieren, vielleicht findet sich da was? Ich gebe aber zu bedenken, dass es Ihnen dann gehen kann, wie uns, als wir im Kindergarten unseren Junior riefen und sich gleich vier andere Kinder mitumdrehten …

Dann gäbe es da die Möglichkeit, von vornherein auf Abkürzungen zu setzen. Meine Schwägerin ist derzeit guter Hoffnung und da sie weiß, dass es ein Mädchen wird, plant sie in Richtung Magdalena – weil sich das auf Lena abkürzen ließe.  Meine Frau, in diesen Sachen nicht wirklich diplomatisch, stellte via Telefon augenblicklich den Geisteszustand ihrer Schwester in Frage, aber immerhin, ihr Einwand, man könne die Kleine dann doch gleich Lena nennen, hat was.

Schließlich bliebe ja noch die Möglichkeit, eine Ausgeschlossen-Liste zu führen.  Manchmal ist es einfacher, sich zunächst auf das zu einigen, was auf gar keinen Fall in Frage kommt, um die Sache von da her anzugehen.

Interessant in diesem Zusammenhang vielleicht auch die Geschichte einer Bekannten von mir. Als sie mit ihrem Mann auf der Suche nach Namen waren, fielen ihnen partout keine Mädchennamen ein. Es wollte ihnen einfach nicht gelingen. Sie bekamen dann auch einen Sohn. Bei ihrer zweiten Schwangerschaft war es das gleiche. Und bei der dritten wieder. Und … na ja, sie bekam auch nur Söhne!

Wie auch immer Sie das handhaben, es wäre schön, von Ihnen zu hören, wie Sie diese Aufgabe gelöst haben 🙂

Genießen Sie die Zeit … 🙂

PS: Ach ja, vielleicht das noch am Rande für ganz schwierige Fälle.  Sie können ja auch noch einen Zweit- einen Dritt- ja vielleicht sogar einen Viertnamen mit auf den Weg geben.  Auf diese Weise ließen sich bequem auch noch die Vorschläge der weiteren Verwandtschaft mitberücksichtigen …

{ 3 comments… add one }
  • Tja, bei uns war klar, wir wollten für unsere Kinder Namen, bei denen sich nicht jeder 3. im Kindergarten umdreht. Es sollten aber auch Namen sein, die soweit gängig sind, dass es nicht heißt „Was??? Wie schreibt man das???“. Und sie sollten nicht zu offensichtlich zum Verunstalten einladen. Und nicht zu lang sein.
    Zu guter Letzt sollten uns die Namen auch vom Klang und ihrer Bedeutung her gefallen.
    Mit diesen Kriterien haben wir dann Namensbücher gewälzt und wurden fündig.
    Nadja und Sascha sind mit ihren Namen ganz einverstanden, also waren unsere Überlegungen wohl nicht ganz falsch.
    lg Sabine

  • su

    Hallo Raimund,

    da wir noch nicht wissen was es wird haben wir einfach zwei listen… eine mit mädchen namen und eine mit buben namen …

    uns beiden gefallen die aussergewöhnlichen namen und haben einige schon parat. die entscheidung wird dann fallen wenn das baby da ist nach was es aus sieht 🙂 ob es nach einer Anouk, Aimeé, Florenzia, Frida oder Linus, Noah, Moe, Elias aussieht oder vielleicht doch ganz anders heißen wird steht noch in den sternen.

    ausserdem kann man ein kind längere zeit namenslos sein lassen ich glaub 14 tage hat man da zeit… mein ding ist das jedoch nicht weil ich das baby mit namen ansprechen möchte.

    nach kosenamen oder spitznamen würde ich ein kind nie benennen… also ich denke wenn ein kind einen namen bekommt dann sollte es auch so gerufen werden und nicht anders… das kind kann sich ja dann später selber aussuchen ob es statt zb. Susanne … Susi oder Su gerufen werden mag oder?

    namensfrohen gruß Su

  • … oder Sissi 🙂

    Das Dumme ist halt, dass man diesen Namen nach einem oder zwei Jahren nicht ändern kann, weil er einem nicht mehr gefällt. Dazu kommt, dass man nicht so gut wissen kann, ob der Name später auch dem Kind gefällt. Aber, na ja, so ist das Leben … 🙂

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