Wie kürzlich erst berichtet, bringen 98 % aller Schwangeren in Deutschland ihr Kind in einer Klinik zur Welt. Was, um Gottes Willen, soll uns bewegen, über die anderen zwei Prozent nachzudenken?
Was eine Hausgeburt ist, lässt sich anschaulich auf Wikipedia nachlesen, oder beispielsweise bei Ursula Flagmeier, Hebamme in Hemmingen. Wie man eine Hausgeburt vorbereitet, bzw. was man dazu braucht, beschreibt ganz zauberhaft Susanna Wagner in diesem, zugegeben, schon etwas älteren Artikel. Und auch Erlebnisberichte gibt es: Bei Geburtskanal zum Beispiel, oder hier von Iris Burmeister.
Aber nochmal: Was sollte mich veranlassen, über Hausgeburten zu berichten? Ich sag’ es Ihnen: Ich glaube an das Selbstbestimmungsrecht der Frau! Ich glaube, dass es absolut in Ordnung ist, wenn eine, viele oder alle Frauen ihr Kind in der Klinik zur Welt bringen wollen – aber ich finde es ebenso in Ordnung, wenn eine, viele oder alle das zu Hause tun wollen. Dort, wo sie die größtmögliche Intimität haben, an das bakterielle Milieu gewohnt sind. Dort, wo ihre Familie sind und sie sich geborgen fühlen. Wo eine Frau ihr Kind zu Welt bringen will und warum, sollte verdammt noch mal ihre eigene, unkritisierte und unkommentierte Entscheidung sein! Ja, und mehr noch: Ich finde, die Gesellschaft sollte die Frau in ihrer Entscheidung unterstützen – ganz gleich, wie diese Entscheidung ausfällt.
Es spielt keine Rolle, ob eine Klinikgeburt dreimal soviel kostet, wie eine Entbindung zu Hause, aber es spielt eine Rolle, dass Hausgeburten kein höheres Risiko darstellen – nicht für die Mutter, nicht für das Kind! Es ist also keine Unvernunft, wenn eine Frau sich dafür entscheidet, zu Hause zu entbinden – sondern ihr Recht!
Nach meiner Meinung liegt hier eine große Verantwortung bei allen Beteiligten! Bedrängen Sie niemanden, Ihr Kind auf diese oder jene Weise, an diesem oder jenem Ort zur Welt zu bringen. Nehmen Sie sich zurück und versuchen Sie einfach, das zu geben, was gewünscht ist … versuchen Sie einfach, nützlich zu sein …















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