Geburt im Geburtshaus – eine Alternative?

by dg-d

 	  aboutpixel.de / Herzchen schlag... © Janine Blank Als wir vor fast 10 Jahren unser viertes Kind erwarteten, war mir klar, dass ich mich nicht noch einmal auf eine Klinikgeburt einlassen wollte. Die Erfahrungen der ersten drei Geburten hatten mir eins klar gemacht: ich wollte dieses Mal eine selbstbestimmte Geburt!

Meine damalige Ärztin arbeitete eng mit einer Hebamme zusammen und so war uns schnell klar, dass diese Hebamme uns in diesem Wunsch unterstützen sollte. Da für meinen Mann eine Hausgeburt nicht in Frage kam, wählten wir das Geburtshaus als Geburtsort aus. Im Notfall wären wir von dort in 2 Minuten in der Klinik gefahren.

Über die Vor- und Nachteile einer Praxisgeburt ist im Internet schon genug geschrieben. Informieren können Sie sich zum Beispiel hier Netzwerk Geburtshaus und hier Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe.

Darum hier noch einige persönliche Tipps von mir:

  • Sie sollten sich früh genug informieren und anmelden. Im Sinne der Qualitätssicherung können Geburtshäuser nur eine begrenzte Zahl an Frauen annehmen. Ist das Geburtshaus wirklich gut, wird auch die Nachfrage hoch sein!
  • Erkundigen Sie sich vorher, welche Kosten ggf. zusätzlich auf Sie zukommen. Die Krankenkassen bezahlen die Betreuung der Hebammen und auch die Betriebskosten. Allerdings kann es sein, dass Sie die Rufbereitschaft der Hebamme extra bezahlen müssen.
  • Eine Geburt im Geburtshaus ist in der Regel ambulant, d.h. Sie gehen nach ein paar Stunden wieder nach Hause und verbringen dort Ihr Wochenbett. Erkundigen Sie sich, ob Ihre Hebamme Sie dann auch zuhause betreut und besorgen Sie sich auch eine Haushaltshilfe (evtl. übernimmt die Krankenkasse die Kosten)
  • Kümmern Sie sich auch frühzeitig um einen Kinderarzt, der Hausbesuche macht und die U2 durchführt.

Dieser Artikel stammt von ...

– Autor von 67 Artikeln auf Das Schwangerschafts-Erlebnis.

Mein Name ist Dorothee Gaupp. Ich lebe im Norden des Ruhrgebiets, in der kleinen Hansestadt Dorsten. Dort arbeite ich seit einigen Jahren als Geburtsvorbereiterin und Doula. Schon vor meiner Ausbildung habe ich mich sehr für die Themen Schwangerschaft und Geburt interessiert. Nach der Geburt meines ersten Kindes 1991 hat mich das Thema nicht mehr losgelassen. Als Mutter von 4 Kindern, werde ich oft um meinen Rat gebeten. Darum habe ich nach der “Babypause” meine Ausbildung bei der Gesellschaft für Geburtsvorbereitung gemacht. Als Geburtsvorbereiterin möchte ich den werdenden Eltern genug Informationen zur Verfügung stellen, damit sie ihre Geburt selbstbestimmt gestalten können. Es soll ein Erlebnis werden, dass sie als positive Erinnerung im Gedächtnis behalten. Zusätzlich besteht das Angebot die Geburt als Doula zu begleiten. Nach der Geburt treffe ich “meine” Paare oft in meinen Eltern-Kind-Kursen wieder. So dass ich sie durch das ganze erste Lebensjahr begleite. Eine schöne Erfahrung für beide Seiten!

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