Als wir vor fast 10 Jahren unser viertes Kind erwarteten, war mir klar, dass ich mich nicht noch einmal auf eine Klinikgeburt einlassen wollte. Die Erfahrungen der ersten drei Geburten hatten mir eins klar gemacht: ich wollte dieses Mal eine selbstbestimmte Geburt!
Meine damalige Ärztin arbeitete eng mit einer Hebamme zusammen und so war uns schnell klar, dass diese Hebamme uns in diesem Wunsch unterstützen sollte. Da für meinen Mann eine Hausgeburt nicht in Frage kam, wählten wir das Geburtshaus als Geburtsort aus. Im Notfall wären wir von dort in 2 Minuten in der Klinik gefahren.
Über die Vor- und Nachteile einer Praxisgeburt ist im Internet schon genug geschrieben. Informieren können Sie sich zum Beispiel hier Netzwerk Geburtshaus und hier Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe.
Darum hier noch einige persönliche Tipps von mir:
- Sie sollten sich früh genug informieren und anmelden. Im Sinne der Qualitätssicherung können Geburtshäuser nur eine begrenzte Zahl an Frauen annehmen. Ist das Geburtshaus wirklich gut, wird auch die Nachfrage hoch sein!
- Erkundigen Sie sich vorher, welche Kosten ggf. zusätzlich auf Sie zukommen. Die Krankenkassen bezahlen die Betreuung der Hebammen und auch die Betriebskosten. Allerdings kann es sein, dass Sie die Rufbereitschaft der Hebamme extra bezahlen müssen.
- Eine Geburt im Geburtshaus ist in der Regel ambulant, d.h. Sie gehen nach ein paar Stunden wieder nach Hause und verbringen dort Ihr Wochenbett. Erkundigen Sie sich, ob Ihre Hebamme Sie dann auch zuhause betreut und besorgen Sie sich auch eine Haushaltshilfe (evtl. übernimmt die Krankenkasse die Kosten)
- Kümmern Sie sich auch frühzeitig um einen Kinderarzt, der Hausbesuche macht und die U2 durchführt.














