Kinderkriegen im Krankenhaus?

by rk-f

Neugeborenes bei der APGAR-Untersuchung

Im Grunde muss man diese Frage gar nicht stellen.  Wenn die Zahlen, die ich gelesen habe, stimmen, werden eigentlich fast alle Kinder in Deutschland auf einer Entbindungsstation zur Welt gebracht.  Nur wohl um die zwei Prozent der Kinder werden zu Hause oder in einem Geburtshaus entbunden.

Warum ist das eigentlich so? Diese Frage hab ich, als meine Frau schwanger war, oft gestellt und die Antwort war eigentlich immer die gleiche:

Na ja, wenn was sein sollte …“

Und, ja, ich halte das für eine vernünftige Begründung.  Es ist aus meiner ganz persönlichen Sicht wenig zielführend, gegen seine Intuition zu handeln – allerdings gilt das auch umgekehrt: Wenn Ihnen Ihr Gefühl sagt, lieber zu Hause Ihr Kind kriegen zu wollen und Sie sich bei diesem Gedanken einfach wohler fühlen – nur Mut!  Sprechen Sie vor allem mit Ihrer Hebamme darüber, denn wenn jemand wirklich damit Erfahrung hat, dann doch wohl eine Hebamme!  Da sind die Freundinnen oder die Familien nicht wirklich unabhängige Ratgeber.  Meine Tante hat dem Drängen der Familie nachgegeben und damit keine guten Erfahrungen gemacht (lesen Sie die Geschichte hier ->)

Wie finden Sie die richtige Klinik?

  • Vertrauen Sie Ihrem Gefühl

    Nun, wenn Sie sich schon dazu entschieden haben, ihr Kind in der Klinik zur Welt zur bringen, dann sollten Sie sich auch die Zeit nehmen, wirklich in Ruhe die richtige auszusuchen.  Praktisch alle Kliniken bieten Führungen an.  Das ist schon mal ein guter Anfang.  Nehmen Sie nicht die Erstbeste.  Schalten Sie Ihr Gefühl ein!  Fragen Sie Ihr Baby, wo es zur Welt kommen will!  Vertrauen Sie Ihrer inneren Stimme – gerade während der Schwangerschaft.

  • Besuchszeiten

    Es soll immer noch Kliniken geben, bei denen die Besuchsmöglichkeiten eingeschränkt sind. Als meine Frau entbunden hat, war ich sehr froh, dass ich rund um die Uhr kommen konnte. Auf diese Weise konnte ich weiter arbeiten und trotzdem immer wieder vorbei schauen und dann am Ende auch dabei sein!

  • Gehen Sie in Schwangerschaftsforen

    Eine gute Idee ist außerdem der Besuch diverser Schwangerschaftsforen. Fragen Sie nach, wer welche Erfahrungen mit welcher Klinik gemacht hat.Auch hier gilt: Lassen Sie sich nicht gleich von der ersten negativen Bewertung ablenken. Aber wenn Ihnen gleich mehrere Frauen davon abraten, hier oder dort das Kind zur Welt zu bringen, dann ist da vielleicht was dran!

Machen Sie sich keine Sorgen:  Sie werden sich schon richtig entscheiden!

Einen wirklich guten Artikel in Sachen Klinikgeburt und Vorbereitung dazu, habe ich unter anderem bei beQueen gefunden.  Von dort stammt übrigens auch das Foto dieses Artikels.

Dieser Artikel stammt von ...

– Autor von 572 Artikeln auf Das Schwangerschafts-Erlebnis.

Meine wichtigsten Themen sind Spiritualität im Alltag, spirituelle Freiheit und persönliche Entfaltung. Schwangerschaften sind für mich schon deshalb von besonderem Interesse, weil sich für die Dauer der Schwangerschaft zwei Wesen einen Körper teilen. Daraus ergeben sich immer wieder sehr spannende Erlebnisse, die den Schwangeren selbst oft gar nicht wirklich bewusst sind.

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Sabine August 27, 2009 um 12:37

*lächel* auf die Intuition hören ist auf jeden Fall gut. Mir hat meine Intuition damals gesagt, nimm die Klinik, die am nächsten liegt und am sichersten zu finden ist – und es war gut, darauf gehört zu haben.
Wir hatten dann übrigens bei beiden Kindern meine Wunschhebamme dort angetroffen. :-)
lg Sabine

Dorothee August 28, 2009 um 08:18

Die Wunschhebamme kann man mittlerweile ja vielfach auch mitnehmen. Es gibt das Belegsystem, bei dem Hebammen ihre Frauen in die Klinik begleiten. Und wer das Wochenbett lieber in den eigenen vier Wänden verbringen möchte, der wählt die ambulante Geburt und geht zeitnah nach Hause.

Und übrigen: auch eine Doula ist eine gute Ansprechpartnerin, um die passende Klinik zu finden ;-)

rk-f August 28, 2009 um 11:48

Danke für den Hinweis!

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