Fast jede Mutter wünscht sich heute eine „natürliche Geburt“ Doch was ist mit diesem Schlagwort gemeint?
Bei der natürlichen Geburt bestimmen Mutter und Kind das Tempo der Geburt. Es werden so wenig medizinische Interventionen (Wehentropf, Schmerzmittel, u.ä.) wie möglich durchgeführt.
In der Vorbereitung lernt die Mutter verschiedene Entspannungstechniken und Atemübungen, mir deren Hilfe sie dem Wehenschmerz begegnen und sich zwischendurch entspannen kann.
Empfohlen werden aufrechte Gebärpositionen und Bewegung. Einerseits drückt so das Gewicht des Kindes auf den Muttermund und unterstützt diesen dabei sich zu öffnen, andererseits bieten diese Positionen der Mutter eine bessere Sauerstoffversorgung. Auch in der Austreibungsphase, in der die Presswehen einsetzen, helfen aufrechte Positionen, der Mutter das Kind aktiv zu gebären.
Man kann die natürliche Geburt vielleicht mit einer Bergtour vergleichen, auf die man sich vorbereitet, die ein Kraftakt ist, die einen aber am Ende mit Freude und Stolz auf die eigene Kraft erfüllt.
Weiterlesen: Geburtsbeginn und Ablauf
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dg-d – Autor von 67 Artikeln auf Das Schwangerschafts-Erlebnis.
Mein Name ist Dorothee Gaupp. Ich lebe im Norden des Ruhrgebiets, in der kleinen Hansestadt Dorsten.
Dort arbeite ich seit einigen Jahren als Geburtsvorbereiterin und Doula.
Schon vor meiner Ausbildung habe ich mich sehr für die Themen Schwangerschaft und Geburt interessiert. Nach der Geburt meines ersten Kindes 1991 hat mich das Thema nicht mehr losgelassen.
Als Mutter von 4 Kindern, werde ich oft um meinen Rat gebeten. Darum habe ich nach der “Babypause” meine Ausbildung bei der Gesellschaft für Geburtsvorbereitung gemacht.
Als Geburtsvorbereiterin möchte ich den werdenden Eltern genug Informationen zur Verfügung stellen, damit sie ihre Geburt selbstbestimmt gestalten können. Es soll ein Erlebnis werden, dass sie als positive Erinnerung im Gedächtnis behalten.
Zusätzlich besteht das Angebot die Geburt als Doula zu begleiten.
Nach der Geburt treffe ich “meine” Paare oft in meinen Eltern-Kind-Kursen wieder. So dass ich sie durch das ganze erste Lebensjahr begleite. Eine schöne Erfahrung für beide Seiten!
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Meine Tochter ist nun schon groß und wir waren damals als eine der Ersten zur natürlichen Entbindung ins Krankenhaus nach Dachau gegangen, nachdem ich mir in und um München alle Kliniken angesehen hatte. Es sollte alles glatt gehen, keine Risikogeburt in Sicht.
Ich wollte eigentlich unbedingt eine Hebammengeburt haben und im KKh in Dachau wurde das angeboten – mit dem Umfeld im KKh versorgt zu werden für alle Fälle und mit Hubschraubertransport-Möglichkeit zur Kinderklinik.
Die Entbindung selbst war super – unsere Hebamme phantastisch und alles verlief genial bis meine Lisa aus meinem Körper entbunden war. Und dann löste sich die Plazenta nicht und die Blutung konnte nicht gestoppt werden und die Ärztin hatte wirklich zu tun um mein Leben zu retten. Ich dämmerte irgendwann weg in die Bewusstlosigkeit und kam wieder zu mir und lebte.
Da war ich soo froh, dass wir im KKh waren, das kann ich niemandem sagen.
Liebe Frau Thiel,
das ist ja ein wahrer Krimi, den Sie da erlebt haben. Vielen Dank, dass Sie dieses Erlebnis mit uns teilen!
Ja, egal wie wir uns entscheiden, letztendlich ist eine Geburt nicht berechenbar. Im letzten Moment kann noch unvorhergesehenes passieren.
Ich wünsche Ihnen und Ihrer “Großen” alles Gute!
D.Gaupp