Stellen Sie sich einfach mal für einen kurzen Augenblick vor, das Kleine, das da in Ihnen heranwächst, würde eine Botschaft nach draußen schicken können – wer weiß, vielleicht würde die Botschaft mit Liebe Mama beginnen. Oder vielleicht Hallo, Ihr alle …
Aber, umgekehrt, und nur mal angenommen, Sie wollten eine Botschaft nach drinnen geben, wie würden Sie beginnen? Etwa mit Hallo Kleines? Und dann?
Haben Sie sich schon mal überlegt, sich (mehr oder weniger) regelmäßig ein paar Minuten Zeit zu nehmen und einen Brief nach drinnen zu schreiben? Nein, im Ernst, nicht nur zu denken, sondern tatsächlich zu schreiben? Sie könnten Ihre ganz persönlichen „Briefe an mein Kleines“ sammeln und in einer besonderen Schatulle verwahren.
Später, wenn Ihr Kind dann schon ein bissel größer sein wird, vielleicht schon in den Kindergarten geht, werden Sie sehr wahrscheinlich feststellen, dass sich Ihr Kind durchaus und sehr für die Zeit im Bauch interessieren wird. Sie können dann nachlesen, was Sie geschrieben haben und von dieser Zeit erzählen …
Oder noch viel später, wenn ihr Kind erwachsen sein und vielleicht selbst Eltern werden wird, könnten Sie diese wunderbaren Liebes- und Erinnerungsbriefe weiterreichen.
Vielleicht sammeln Sie aber die Briefe in Ihrem Tagebuch – in ihrem ganz persönlichen Schwangerschafts-Tagebuch. Das wird niemals jemand lesen außer Ihnen – jedenfalls nicht solange Sie leben. Stellen Sie sich nur einmal vor, wie das sein wird, wenn Sie, noch Jahre später, durch diese Briefe wieder in diese Zeit eintauchen können. Wenn Sie noch einmal an den Anfang dieser Mutter-Kind-Beziehung zurück gehen und ihre Gedanken betrachten können. Ihre Gedanken und Ihre Gefühle, Ihre Hoffnungen und Ängste, Ihre Sorgen und Wünsche.
Aber denken Sie auch mal für einen Moment lang darüber nach, wie intensiv dieser Moment des stillen Dialogs zwischen Ihnen und ihrem noch ungeborenen Kind ist, wenn Sie sich die Zeit nehmen, immer wieder mal einen Brief zu schreiben, einen Brief an mein Kleines.
rk-f















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