Aufblühen in der Schwangerschaft

Wie Sie Ihre Schwangerschaft erleben, stellt definitive Weichen für Ihre Zukunft und hängt davon ab, ob und wie Sie die Schwangerschaft gestalten: Zeit, ein bisschen Spaß zu haben, finden Sie nicht?

Machen Sie ein Fest aus Ihrer Schwangerschaft! Lassen Sie es die beste Zeit Ihres Lebens sein … eine, der eine noch bessere folgen wird.

Gerade wenn man zum ersten Mal schwanger ist, stellt man sich die Frage, wie wohl die Geburt sein wird.

Und, je nachdem wen Sie fragen, hören Sie eine andere Antwort.

Niemand kann Ihnen sagen, wie Sie die Geburt erleben werden, weil niemand in die Zukunft schauen kann. Also pfeifen Sie drauf! Machen Sie Ihr eigenes Ding!

Aber – ehrlich jetzt: Wollen Sie wirklich in eine Party starten mit der Angst vor einem Kater?

Schau’n Sie, die Schwangerschaft ist „nur” eine Zeit des Übergangs und die Geburt nicht das Ende, sondern der Anfang. Worum sich in Wirklichkeit alles dreht, ist die Zeit nach der Geburt.

Aber: Wie Sie die Geburt erleben werden hängt ebenso wie die Zeit danach zu einem großen Teil davon ab, wie Sie da hinein starten: Ob Sie gut drauf sind, wenn es los geht und ob Sie hungrig darauf sind, es zu erleben.

Schwangerschaft ist Herzenszeit

Da Ihr Körper von Anfang an für die Geburt konstruiert war, muss er sich nicht auf die Geburt vorbereiten. Dafür ist die Schwangerschaft also gar nicht gedacht.

Gedacht, wenn man diesen Begriff verwenden will, ist die Schwangerschaft von Anfang an als Wendepunkt. Als Wendepunkt von einem Bewusstsein in ein anderes. Oder von einem Leben in ein neues Leben.

Wie sich von da an alles weiter entwickelt – die Geburt genauso wie die Zeit danach – hängt zum einen davon ab wie Sie starten und zum anderen von der Kraft, die aus Ihrem Herzen kommt – und das ist nicht nur poetisch zu verstehen, sondern de facto, wie interessante Studien zeigen. Die Schwangerschaft ist also von Anfang an eine Herzenszeit.

Die Kraft, die sich in Ihrem Herzen aufbaut, hat alles damit zu tun, wie gut es Ihnen gelingt, sich auf das Leben – oder in Ihrem Falle auf die Schwangerschaft, einzulassen. Oder anders formuliert: Wie sehr Sie jeden einzelnen Augenblick Ihrer Schwangerschaft genießen und auskosten können.

Nervenkitzel

Die Geburt dauert nur ein paar Stunden, aber die Zeit danach dauert den Rest Ihres Lebens.

Die Geburt ist die große Unbekannte, auf die alle mit Angst zu starren scheinen. Also könnte man glauben, dass die Angst vor der Geburt eine große Rolle spielt.

Aber was in Ihrem Leben eine große Rolle spielt, sollten Sie entscheiden, nicht irgend ein Gefühl, das andere Leute haben.

Angst ein Problem?

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen auf dem Beifahrersitz, das Auto fährt um eine Kurve und ganz plötzlich stürzt es 10 Meter weit in die Tiefe. Schrecklich, oder? Beängstigend! Und doch bezahlen sogar täglich tausende für dieses Vergnügen … und steigen in die Achterbahn.

Warum tun sie das, wenn doch Angst ein „Problem” ist?

Sie tun es, weil Ihnen die Schienen und die Konstruktion der Bahn das Gefühl geben, bei dem Sturz in die Tiefe oder sogar bei einem Looping sicher zu sein. Also geht es nicht mehr um die Angst, sondern im wörtlichsten Sinne um Nervenkitzel – um die Spannung zwischen Erwartung und Augenblick. Und darin liegt der Genuss.

Warum sollte das mit der Geburt anders sein?

Wunschgeburt oder Wunschdenken

Manchmal malt man die Zukunft zu rosarot

Lassen Sie alte Gewohnheiten hinter sich, wenn sie nicht mehr hilfreich sind. Entwickeln Sie neue! Wer sagt, dass das Leben mit Kind schlechter ist, als ohne?

Na ja – das sagt eine Studie!

Viele Eltern wurden nach Ihrer Lebensqualität mit Kind befragt und viele empfanden Ihr Leben mit Kind schlechter als vor der Geburt. Als Grund dafür wurde gelegentlich ein schmerzhaftes Geburtserlebnis genannt, das noch nicht verarbeitet war. Im wesentlichen lag es aber am Stress, mit dem sie nicht gerechnet hatten (klicken Sie hier ➙).

Sie hatten so sehr auf die Geburt gestarrt, dass sie das Leben danach nicht mehr im Blick hatten.

Aber Sie wissen spätestens jetzt Bescheid. Sie können sich anders entscheiden und aufhören, mit Angst auf die Geburt zu starren. Genießen Sie diese Zeit und die Veränderungen, die sie mit sich bringt.

Stress

Ihr Leben ist es nur dann, wenn Sie es auch an sich nehmen und steuern können.

Ihr Leben ist es nur dann, wenn Sie es auch an sich nehmen und steuern können.

Nutzen Sie die Zeit jetzt, um Ihren Blick auf das was im Leben wichtig ist, zu verändern. Wenn Sie es nicht jetzt tun, wird die Geburt das übernehmen.

Aber auch wenn es so aussieht, als wäre es das gleiche: Das ist es nicht!

Nach der Geburt folgt das Wochenbett und nach dem Wochenbett die Tretmühle des Alltags. Wenn Sie dann erst merken, wo die Reise hingeht, wird Ihnen sehr wahrscheinlich für lange Zeit ganz einfach die Kraft für das Gegensteuern fehlen, denn Veränderungen sind schwierig umzusetzen … und brauchen Zeit!

Selbst kleinere Veränderungen wie zum Beispiel vor dem Essen zu trinken und nicht während des Essens brauchen Monate, bis sie wirklich integriert sind. Veränderungen bedeuten Stress und Stress werden Sie in der Zeit nach der Geburt mehr als genug haben.

Apropos Stress: Stress ist die Reaktion auf Veränderungen. Dabei sollten Sie wissen, dass es zwei Arten von Stress gibt: Eustress und Distress.

Eustress ist das, was die meisten erleben, wenn Sie mit der Achterbahn in die Tiefe rauschen. Gewollter Stress – oder auch Spaß am Erleben genannt.

Distress ist was man empfindet, wenn man das Gefühl hat, etwas ist einem aufgezwungen, gegen das man sich nicht wehren kann – und das ist das, was die Eltern in der oben genannten Studie empfanden.

Ihr Baby wird Ihnen nach der Geburt seinen Rhythmus aufzwingen. Es kann ja nichts dafür, wenn es Hunger hat und deshalb los kräht. Auch nicht, wenn es mitten in der Nacht ist und Sie gerade eingeschlafen waren. Aber, glauben Sie es oder nicht, Sie können lernen, sich darauf einzustellen. Dann wird daraus vielleicht kein Vergnügen, aber es wird helfen, entspannter und sorgenfreier durchs Leben zu gehen.

Also besser jetzt, in der Schwangerschaft, die notwendigen Veränderungen angehen. Und wer sagt, dass das nicht Spaß machen kann?

Veränderungen

Ein Unterschied in der Vorstellung moderner Frauen zu Schwangeren von früher liegt darin, dass die Frau von heute weiß, Sie kann sich auf die Geburt vorbereiten.

Ihr Kind wird alles verändern – gut so!

Die Geburt verändert fast immer die Werteskala der Frauen, die jetzt Mütter sind. Das trifft auch diejenigen, die ihr zweites, drittes oder wievieltes auch immer bekommen haben, allerdings sind die Veränderungen dann nicht mehr sooo groß wie nach der ersten Geburt.

Frauen, die vor der Schwangerschaft gern und viel Überstunden gekloppt haben, zieht es nach der Geburt und Elternzeit magisch zu Ihrem Baby. Überstunden werden da gemieden – was ja auch verständlich ist.

Aber auch die Kreativität, die in der Schwangerschaft aufblühte, will ausgelebt werden. Da kann der Arbeitsplatz, der vor der Schwangerschaft eigentlich ganz ok war, plötzlich tierisch nerven.

Und wenn Sie nicht Single sind und voraussichtlich auch nicht alleinerziehende Mutter sein werden, ist es eine gute Idee, auch Ihren Partner jetzt gleich in Ihre Veränderungspläne einzubeziehen.

Auch Ihre Paarbeziehung wird sich verändern – und kann aufblühen oder welken . Sie haben mehr Chancen für das Aufblühen, wenn Sie diese Veränderung selbst und aktiv anstoßen … oder haben Sie Angst herauszufinden, dass Ihr Mann oder Partner der Falsche fürs Leben ist? 🙂

Geburtsvorbereitung

Noch so ein Thema: Braucht es eine Geburtsvorbereitung?

Ja, klar!

Wie schon gesagt: Ihr Körper braucht es nicht, Sie wahrscheinlich schon. Oder wollen Sie doch Ihr neues Leben einfach erst mal auf sich zukommen lassen? Warum nicht? Klappt aber selten wirklich gut …

Braucht es einen Geburtsvorbereitungskurs?

Vielleicht.

Das eine muss nichts mit dem anderen zu tun haben. Ich habe Ihnen ein paar Gedanken dazu aufgeschrieben –

Eine ganz persönliche, höchst individuelle Geburtsvorbereitung wird Ihnen helfen, den Spaß in Ihrem Leben und damit natürlich in der Schwangerschaft deutlich zu erhöhen. Und Ihnen gleichzeitig alles mitgeben, was Sie für die Zeit nach der Geburt wirklich brauchen können. Allem voran, sich Zeit für sich selbst zu nehmen.

Darüber hinaus wird es Ihnen helfen, besser drauf zu sein, wenn die Geburt losgeht.

Und da wir gerade über das Gebären sprechen:

  • Wollen Sie in der Klinik gebären oder lieber zu Hause?
  • Oder im Geburtshaus?
  • Soll Ihr Partner Sie begleiten oder jemand anderer?
  • Will Ihr Partner überhaupt bei der Geburt dabei sein? Oder sagt er das nur?
  • Oder wollen Sie lieber alleine gebären?
  • Natürliche Geburt?
  • Kaiserschnitt oder Epiduralanästhesie?

Für keine dieser Fragen gibt es die eine richtige oder falsche Antwort.

Wie schaut es aus für die Zeit nach dem Mutterschutz?

  • Elternzeit oder gleich wieder arbeiten gehen?
  • Nach der Elternzeit halbtags oder vollzeit?
  • Krippenplatz im Kindergarten oder lieber zu Hause?

Für diese Fragen gibt es ebenso wenig die eine richtige oder falsche Antwort. Alles hängt davon ab, was Sie wollen – oder können.

Aber Sie können sicherlich erkennen, dass die Frage, ob Sie in der Klinik oder im Geburtshaus gebären weit weniger Auswirkung auf Ihr Leben hat, als die Entscheidung, in Elternzeit zu gehen oder nicht.

Und dennoch starren die meisten Schwangeren auf das Gespenst Geburt.

Die Erfahrung lehrt jedoch, je höher Sie im Vorfeld ein solches Ereignis werten, desto schwieriger ist es, ohne Enttäuschung aus der Erfahrung zu kommen. Also konzentrieren Sie sich auf diesen Augenblick und dann auf die Möglichkeiten, die Ihnen Ihr neues Leben nach der Geburt beschert.

Das Kostbarste

… in dieser Zeit ist das, was Sie in sich tragen – und das ist nicht Ihr noch ungeborenes Baby, sondern Ihr Selbst ().

Verschwenden Sie keinen Augenblick mehr auf Nichtigkeiten. Beginnen Sie noch heute, Ihr Selbst aufblühen zu lassen, denn das wird Sie nicht nur leichter durch die Geburt, sondern durch Ihr ganzes Leben tragen.

Beobachten Sie Ihre Träume, genießen Sie diese einzigartige Zeit und die Möglichkeiten, die sich aus ihr ergeben.

… und wenn Sie mögen, erlauben Sie uns, Sie für eine Zeit lang zu begleiten. Besuchen Sie unser Blog oder – noch besser – tragen Sie sich in den Newsletter-Verteiler ein. Dann sind Sie immer bei den ersten, die Neuigkeiten erfahren.

Mit ganz herzlichen Grüßen

Foto von Sylvia Füchsle und Raimund Kohl-Füchsle

Sylvia Füchsle und Raimund Kohl-Füchsle von Arspariendi®